Wegen Nahost-Politik
Britisch-muslimische Politikerin tritt zurück

Die Staatssekretärin Sayeeda Warsi ist in Großbritannien zurückgetreten. Sie wolle die Politik bezüglich Gaza nicht mehr unterstützen, so Warsi. Camerons Koalition stieß zuletzt auf Kritik wegen ihrer Nahost-Politik.

LondonAus Protest gegen die Nahost-Politik der Londoner Regierung ist eine muslimische Politikerin in Großbritannien zurückgetreten. „Ich kann die Politik der Regierung bezüglich Gaza nicht länger unterstützen“, teilte Staatssekretärin Baronin Sayeeda Warsi am Dienstag über den Kurznachrichtendienst Twitter mit. Premierminister David Cameron habe sie ihre Entscheidung „mit tiefem Bedauern“ mitgeteilt.

Warsi war zuletzt Staatssekretärin im britischen Außenministerium sowie im Ministerium für Kommunen und lokale Selbstverwaltung. Warsi ist die Tochter pakistanischer Einwanderer und war die erste muslimische Frau im britischen Kabinett.

Camerons Koalition sah sich zuletzt Kritik wegen ihrer Nahost-Politik ausgesetzt, darunter auch von der oppositionellen Labour-Partei. Kritisiert wurde dabei, dass die Regierung keine härtere Linie gegenüber Israel vertritt. Zwar hatte sich Cameron zuletzt der Haltung der UNO angeschlossen, die jüngste Bombardierung einer UN-Schule im Gazastreifen mit zehn Toten zu verurteilen. Er äußerte sich jedoch nicht dazu, ob es sich dabei um eine Verletzung internationalen Rechts handelte.

afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur
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