Weißes Haus
Obama verliert offenbar einen seiner engsten Berater

Die Reihen um Barack Obama lichten sich weiter: Die Anzeichen verdichten sich, dass Stabschef Rahm Emanuel noch diese Woche seinen Abschied bekanntgeben wird. Er wäre nicht der erste, der dem US-Präsidenten den Rücken kehrt.
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HB WASHINGTON. In den USA verdichten sich die Hinweise, dass US-Präsident Barack Obama wahrscheinlich einen seiner engsten Berater verliert. Stabschef Rahm Emanuel werde möglicherweise bereits Ende der Woche bekanntgeben, dass er aus dem Weißen Haus ausscheide. Der 50-Jährige wolle bei den Bürgermeisterwahlen in Chicago antreten. Obama habe ihm bereits seinen Segen gegeben, berichteten US-Medien am Dienstag.

Auch über die Besetzung des Stabschef-Postens werde im Weißen Haus bereits nachgedacht. Der TV-Sender ABC meldete, zunächst könnte etwa Obamas Berater Peter Rouse zum Interim-Stabschef ernannt werden.

Emanuels Abgang wäre keine Überraschung: Er macht seit langem keinen Hehl daraus, dass es sein Lebenstraum wäre, in seiner Heimatstadt Bürgermeister zu werden. Um bei den Wahlen anzutreten, muss er sich bis spätestens Ende November entscheiden. Eine endgültige Entscheidung Emanuels stehe aber noch aus, hieß es.

Obama könnte den Abgang nutzen, sein Beraterteam neu aufzustellen.

Jüngst hatte bereits sein Top-Wirtschaftsberater Lawrence Summers angekündigt, er wolle bald gehen, um wieder als Professor an der Universität Harvard lehren. Erst vor wenigen Wochen musste Obama auch Christina Romer, die Leiterin seines ökonomischen Rates, ziehen lassen. Kurz davor hatte auch der oberste Haushalts-Aufseher im Weißen Haus, Peter Orszag, den Job quittiert.

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