Weiter Ausschreitungen
Keine Ruhe in Griechenland

Trotz verschärfter Sicherheitsmaßnahmen ist es am Dienstagabend sporadisch zu weiteren Ausschreitungen in Athen gekommen. Rund 50 Randalierer zündeten Mülltonen im Stadtteil Nea Smyrni an. Ein Polizist, der sich in Gefahr fühlte, feuerte nach Angaben der Polizeidirektion einen Warnschuss in die Luft ab.

HB ATHEN. Augenzeugen sprachen im Fernsehen von mindestens sieben Warnschüssen. Verletzt wurde niemand. Die Randalierer hatten zuvor an der Trauerfeier des 15-Jährigen teilgenommen, der am Samstag durch eine Polizeikugel getötet worden war.

Auch nahe der Polizeidirektion von Athen sowie vor dem Polytechnikum kam es zu Krawallen. Die Polizei setze Tränengas und Schlagstöcke ein, um die Randalierer auseinander zu treiben. Autonome zerstörten in der Hafenstadt Thessaloniki eine Bankfassade. Auch in der westgriechischen Hafenstadt Patras kam es vorübergehend zu Ausschreitungen mit Steinwürfen. Im Vergleich zu den Ausschreitungen am Vortag konnte die Polizei diesmal die Randalierer besser in die Schranken weisen, hieß es im Fernsehen.

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