Weiter keine Spur von verschleppten Italienerinnen
Irak: Zwei türkische LKW-Fahrer entführt

Laut einem Pressebericht sind im Irak zwei weitere Türken entführt worden. Die Lkw-Fahrer seien nahe der Stadt Tikrit im Norden des Landes verschleppt worden, meldete die staatliche türkische Nachrichtenagentur Anatolien am Dienstag. Die beiden seien auf dem Weg in die nordirakische Stadt Kirkuk gewesen.

HB ANKARA. Ein zuvor entführter türkischer Übersetzer sei indes freigelassen worden, meldete der Fernsehsender NTV. Die Geiselnehmer hätten in einer Videoaufnahme erklärt, Grund für die Freilassung sei der Protest der türkischen Regierung gegen eine US-Offensive in der nordirakischen Stadt Tal Afar. Der türkische Außenminister Abdullah Gül hatte am Vortag den USA mit einem Ende der Zusammenarbeit im Irak gedroht, weil bei der US-Offensive Türken ums Leben gekommen waren.

Die Offensive bei Tal Afar nahe der syrischen Grenze hatte sich nach US-Angaben gegen einen Unterschlupf ausländischer Kämpfer gerichtet. In der Stadt leben viele Menschen türkischer Abstammung.

Irakische Freischärler haben in den vergangenen Wochen bereits mehrere Türken verschleppt. Mindestens drei wurden von ihren Entführer getötet. Andere wurden freigelassen, weil ihre Arbeitgeber ihre Geschäftstätigkeit im Irak einstellten. Türkische Lastwagen machen rund 700 000 Fahrten im Jahr in den Irak - ein Exportgeschäft für die Türkei von mehreren Milliarden Dollar.

Unklar war weiterhin das Schicksal der beiden entführten Italienerinnen und der verschleppten französischen Journalisten. Ein im Internet veröffentlichtes Ultimatum an die italienische Regierung war am Montagabend abgelaufen. Darin war die Tötung der beiden Entwicklungshelferinnen angedroht worden, falls Italien nicht seine Truppen aus dem Irak abzieht.

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