Weitere Bomben gefunden
Madrid-Attentäter planten offenbar weitere Anschläge

Möglichweise hat die spanische Polizei mit der Erstürmung der Wohnung der mutmaßlichen Madrid-Attentäter eine bevorstehende Anschlagserie vereitelt. In der Wohnung in einem Madrider Vorort waren mindestens zwei in Sporttaschen eingepackte Bomben gefunden worden.

HB MADRID. „Es hätte eine Reihe von Anschlägen während der Osterwoche geben können, vermutlich ab diesem Wochenende“, verlautete am Montag aus mit den Ermittlungen vertrauten Kreisen. Ein Mann, der tot in einem Schwimmbecken vor dem Haus gefunden wurde, trug einen Sprengstoffgürtel, wie er auch von Selbstmordattentätern im Nahen Osten verwendet wird.

Eine neue der Extremisten-Organisation El Kaida zugeschriebene Anschlagsdrohung stuften die Ermittler derweil als glaubwürdig ein. Die Auswertung sei aber noch nicht abgeschlossen, sagte ein Sprecher des Innenministeriums in Madrid. Aus Justizkreisen verlautete, die spanische Polizei habe bereits am Wochenende zwei weitere Verdächtige der Anschläge in Madrid festgenommen.

Vor der Explosion, die den mutmaßlichen Drahtzieher der Anschläge vom 11. März und drei oder vier weitere Verdächtige tötete, sind möglicherweise noch Angehörige der Gruppe entkommen. „Die Ermittlungen richten sich auf zwei oder drei Personen, die möglicherweise entkommen konnten und natürlich auf internationale Verbindungen oder Verbindungen mit terroristischen Gruppen, die bestehen könnten“, sagte der spanische Innenminister Angel Acebes. Die Ermittler suchen auch nach Hinweisen auf einen Hintermann oder Geldgeber im Ausland. Bei den Anschlägen auf Pendlerzüge in Madrid waren 191 Menschen getötet und etwa 1900 verletzt worden.

Die Tageszeitung „ABC“ veröffentlichte am Montag einen handschriftlichen Brief mit neuen Anschlagsdrohungen. Darin übernahm ein mutmaßlicher El-Kaida-Anhänger die Verantwortung für die Madrid-Anschläge und kündigte weitere Attentate an, solange Spanien seine Truppen nicht aus dem Irak und Afghanistan abziehe.

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