Weitere Festnahme auch in Großbritannien
Extremistenführer in Saudi-Arabien gefasst

Saudi-arabische Sicherheitskräfte haben einen der meist gesuchten Extremisten im Süden des Landes gefasst. Wie der britische Sender BBC unter Berufung auf offiziell Angaben berichtete, habe Faris el Sarani bei seiner Ergreifung keinen Widerstand geleistet.

HB RIAD/LONDON. Der Name des Geistlichen stand auf einer Liste von 26 meistgesuchten Extremisten, die Verbindungen zur radikal-islamischen El-Kaida-Organisation von Osama bin Laden haben sollen. Zwölf von ihnen sind noch untergetaucht. Die Extremisten sollen für eine Serie von Anschlägen in dem Königreich verantwortlich sein. El Sarani sei in der südlichen Provinz Abha etwa 800 von der Hauptstadt Riad gestellt worden.

In den vergangenen 15 Monaten haben Extremisten zahlreiche Anschläge in Saudi-Arabien verübt, um das Königshaus zu stürzen und westliche Ausländer aus dem Geburtsland des Islam zu vertreiben. Dabei wurden mehr als 90 Menschen getötet, darunter auch viele Ausländer. Erst am Dienstag war ein irischer Ingenieur in seinem Büro der Hauptstadt Riad erschossen worden.

Zudem sei ein von den USA gesuchter britischer Terrorverdächtiger in Großbritannien festgenommen worden. Wie BBC weiter berichtete, wird der 30 Jahre alte Babar Ahmad beschuldigt zu Spenden für Terroranschläge in Tschetschenien und Afghanistan aufgerufen zu haben.

Bei einer Razzia in einer Moschee in Albany im US-Bundesstaat New York hat die US-Polizei zwei mutmaßliche Terror-Helfer festgenommen. Dies berichtete der stellvertretende Justizminister James Comey am Donnerstag in Washington. Die Aktion laufe seit mehr als einem Jahr und stehe in keinem Zusammenhang mit den jüngsten Terrorwarnungen, betonte Comey. Bei den beiden Männern handelt es sich um den irakischen Imam (34), der in den USA Flüchtlingsstatus hat, und den in Bangladesch geborenen Gründer der Moschee (49), der inzwischen US-Bürger ist. Der verdeckte Ermittler habe vor einem Jahr Kontakt zu dem Moschee-Gründer aufgenommen und ihn gebeten, Geld zu waschen. Er habe die Geschichte erfunden, dass es sich um Erlöse aus dem Verkauf einer tragbaren Boden-Luft-Rakete für Terroristen in New York handele. Diese planten einen Anschlag auf den pakistanischen Botschafter, um gegen die Zusammenarbeit Pakistans und der USA im Antiterrorkampf zu protestieren.

El Kaida hat nach Informationen des US-Nachrichtensenders CNN das Training seiner Kämpfer in Lagern im pakistanisch-afghanischen Grenzgebiet intensiviert. Wie der Sender unter Berufung auf Geheimdienstangaben berichtete, seien mehrere Trainingslager reaktiviert worden.

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