Weitere Festnahmen
Und wieder führen Spuren nach Deutschland

Die verheerenden Anschläge von Madrid sind möglicherweise genau wie die Attentate vom 11. Sepetmber 2001 in den USA von Deutschland aus geplant worden. Mindestens ein verdächtiger Marokkaner soll jahrelang legal in Deutschland gelebt haben, verlautete am Donnerstag aus dem Umfeld deutscher Sicherheitsbehörden. Wie das ZDF am Abend berichtete, war der Mann zuletzt in Darmstadt gemeldet. Generalbundesanwalt Kay Nehm hat nach dpa-Informationen das Verfahren an sich gezogen.

HB BERLIN. In der Nähe von Madrid wurden derweil fünf weitere Marokkaner festgenommen. Sie stehen nach Angaben des spanischen Radiosenders Cadena SER im Verdacht, an der Vorbereitung der Anschläge vom 11. März beteiligt gewesen zu sein. Damit hat die Polizei insgesamt 19 Verdächtige festgenommen, gegen 11 von ihnen wurde Haftbefehl erlassen. Bei den Bombenanschlägen auf vier Vorortzüge in Madrid waren 190 Menschen getötet und mehr als 1500 verletzt worden.

Der Nachrichtensender n-tv berichtete unter Berufung auf Kreise des Bundesnachrichtendienstes (BND) und des Bundeskriminalamts (BKA), drei festgenommene Marokkaner hätten jahrelang in Hessen gelebt. Nach anderen Quellen, die das ARD-Hauptstadtstudio, das ZDF und die Zeitung „Die Welt“ (Freitag) zitiert, lebte mindestens einer der mutmaßlichen Attentäter in Rhein-Main-Gebiet. Laut „Welt“ war dieser Mann bis 2003 im Raum Hessen-Süd gemeldet. Er sei als besonders gefährlicher islamistischer Gewalttäter behördlich registriert gewesen. Der BND bestätigte die Meldungen zunächst nicht, das BKA lehnte eine Stellungnahme ab.

Der oder die Festgenommenen sind laut n-tv seit längerem als islamistische Extremisten und potenzielle Attentäter bekannt. Sie seien direkt an den Planungen der Anschläge vom 11. März beteiligt gewesen. Sie hätten Verbindungen zu der radikal-islamischen Hamas und anderen extremistischen Gruppen.

Die Spuren aus Spanien führen dem n-tv-Bericht zufolge nicht nur nach Hessen, sondern auch in andere deutsche Bundesländer. Der Terrorexperte Udo Ulfkotte sagte in n-tv, auch ein Syrer und Personen anderer Nationalitäten, die in Hessen wohnten, seien in den Fall verwickelt. Bei ihnen solle „der Zugriff noch erfolgen“.

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