Weitere Rücktritte möglich
Rentenskandal in Japan weitet sich aus

Der Streit um nicht eingezahlte Rentenbeiträge fordert in Japan ein weiteres Opfer: Nach Regierungssprecher Yasuo Fukuda stellte am Montag auch Naoto Kan, Chef der größten Oppositionspartei, sein Amt zur Verfügung. Wie viele Poliker auf die Zahlung in die Volksrente verzichtet haben, bleibt weiterhin unklar.

HB TOKIO. Im Skandal um nicht eingezahlte Rentenbeiträge von japanischen Politikern gibt es einen weiteren Rücktritt. Nach Regierungssprecher Yasuo Fukuda, dem engsten Mitarbeiter von Ministerpräsident Junichiro Koizumi, stellte am Montag auch der Chef der größten Oppositionspartei, der Demokratischen Partei Japans (DPJ), Naoto Kan, sein Amt zur Verfügung.

Auch andere Spitzenpolitiker haben eingeräumt, dass sie vorübergehend Beiträge zur Volksrente nicht gezahlt hätten. Dies erregt in Japan Empörung, zumal die Politiker die Bürger mit Nachdruck aufgefordert hatten, ihre Beiträge zu zahlen, da die Rentenkassen zu kollabieren drohten. Nun entschuldigten sie ihr eigenes Versäumnis mit der Kompliziertheit des Rentensystems.

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