Weiterer Vertrauensschwund: Auch Ehe rettet Sarkozy nicht

Weiterer Vertrauensschwund
Auch Ehe rettet Sarkozy nicht

Auch die Eheschließung mit Carla Bruni hat den französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy nicht vor einem weiteren drastischen Vertrauensschwund bewahrt. Nicht mal mehr die Hälfte der Franzosen ist mit der Regierung zufrieden.

HB PARIS. 55 Prozent der Franzosen seien mit seiner Regierung unzufrieden, ergab eine Umfrage der linksgerichteten Tageszeitung „Libération“. Damit ist die Popularität des umtriebigen Staatschefs erstmals unter die 50-Prozent-Marke gesunken.

Positiv äußerten sich nur noch 41 Prozent der Befragten. Bei der repräsentativen Telefonumfrage am Samstag unmittelbar nach Bekanntwerden der Heirat waren 1003 Franzosen befragt worden.

Anfang Januar hatten noch 54 Prozent der befragten Franzosen Sarkozys Amtsführung positiv bewertet. Am größten war das Vertrauen nach seiner Wahl im Juli 2007 mit 67 Prozent Zustimmung. Die wichtigsten Gründe für den Vertrauensschwund sind nach Einschätzung der Meinungsforscher Kaufkraftverluste, schwache Wirtschaft und schlecht bezahlte Jobs.

Auch das Auswälzen des Privatlebens Sarkozys in den Medien finden über 70 Prozent der Franzosen unpassend. Nicht zuletzt aus Rücksicht auf die öffentliche Meinung hatten sich Sarkozy und die italienische Sängerin Carla Bruni abgeschirmt von der Öffentlichkeit am Samstag im Élyséepalast das Ja-Wort gegeben.

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