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Weiteres Milliarden-Sparprogramm: Papandreou zwingt Griechen drastische Einschnitte auf

Die Katze ist aus dem Sack: Mit drastischen Steuererhöhungen und radikalen Kürzungen im Öffentlichen Dienst will der griechische Premierminister Papandreou das Staatsdefizit drücken. Das neuerliche Sparprogramm soll dem Fiskus mehrere Milliarden Euro bringen. Doch in der Bevölkerung regt sich neuer Widerstand, es drohen Streiks.

HB ATHEN. Höhere Verbrauchssteuern, eingefrorene Renten, gekürzte Einkommen für die Staatsbediensteten: Für die Griechen schlägt wegen der dramatischen Schuldenkrise ihres Landes die Stunde der Wahrheit. Der Regierungschef Giorgos Papandreou unterrichtete am Mittwoch seinen Ministerrat über das harte Sparprogramm, mit dem er Griechenland vor dem Staatsbankrott retten will. Die Gewerkschaften der Staatsbediensteten kündigten Streiks an.

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Die EU verlangt von Athen, die Neuverschuldung von derzeit knapp 13 Prozent des Bruttoinlandsproduktes bis Ende 2012 unter die erlaubte Marke von drei Prozent zu drücken. An diesem Freitag reist Papandreou zu einem Treffen mit Bundeskanzlerin Angela Merkel nach Berlin. Zwei Tage später wird er sich in Paris mit dem französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy treffen.

Griechische Medien berichten, die Stimmung im Ministerrat sei "schlimm und äußerst bedrückt" gewesen. Am Vorabend hatte Papandreou die Griechen auf das böse Erwachen vorbereitet: "Die Tage, Wochen und Monate, die kommen werden, werden nicht leicht sein", sagte er im Fernsehen.

Wie das staatliche Fernsehen NET berichtete, sollen alle Renten eingefroren werden. Die Netto-Gehälter der Staatsbediensteten werden den bislang vorliegenden Informationen zufolge um etwa zehn Prozent reduziert. Das 13. Gehalt (Weihnachtsgeld) wird um 30 Prozent und das Ferien- und Ostergeld um ebenfalls 30 Prozent gekürzt. Das Ferien- und Ostergeld sind in Griechenland ein 14. Monatsgehalt.

Die schmerzhaften Einschnitte für Staatsbedienstete, Rentner und Studenten sollen 4,8 Milliarden Euro bringen. „Sie sind notwendig für das Überleben unseres Landes und unserer Wirtschaft - und für Griechenland, um dem Wirbelwind der Spekulanten zu entgehen“, sagte Ministerpräsident Papandreou am Mittwoch nach einer Krisensitzung seines Kabinetts. „Wir befinden uns im Krieg gegen die negativen Szenarien, denen unser Land ausgesetzt ist“, sagte er auf einer Veranstaltung seiner sozialistischen Pasok-Partei. „Jeden Tag finden wir neue Löcher, neue Landminen im Haushalt.“ Bei der Umsetzung der notwendigen Maßnahmen erwarte er „europäische Solidarität“.

  • 04.03.2010, 13:29 UhrAnonymer Benutzer: Denkerist

    @ Peter
    Solche Exzesse wie beamte ohne Arbeit bezahlen haben wir auch in Deutschland, mit 55 gehen die Oft in Rente, manche noch früher. Aber wir verstecken dies ein wenig.
    Die Korruption, naja die FDP lässt sich für passende Gesetze bezahlen und für treffen mit Politikern bezahlen.
    Aber die Griechen haben es wahrscheinlich doch übertrieben.
    Dennoch erscheint mir ein Vorschlag dieses FDPlers alles zu verramschen wenig zielführend. Damit steigt die Verschuldung des Landes nur. gewinner wären die Reichen des in- und Auslandes. Sehen wir doch bei uns.
    Übrigens, bei unserem marodem bildungssystem sollten wir mit Vorschlägen diesbezüglich, insbesondere an ein Land wie Griechenland sehr vorsichtig sein.
    Die Griechen leben eben nicht nur für die Gewinne von wenigen wie wir, die dann bis 67 molochen. Die wollen eben auch was vom Leben haben - verständlich.
    Leider ist uns dieser gedanke abhanden gekommen.

  • 03.03.2010, 22:57 UhrAnonymer Benutzer: Peter

    @volletasche
    Mathe scheint nicht unbedingt ihr Spezialgebiet zu sein. Wirtschaftswissenschaften ebenfalls nicht.

    GR hat seine 200 Mrd Schulden zzgl. einigen zig Mrd an europäischen -- und vor allem deutschen -- Geschenken sicherlich nicht zu 100% zum Wareneinkauf in D verwendet; darauf hätten Sie aber auch selber kommen können. Darüber hinaus machen die gesamten griechischen Exporte gerade mal 7 Promille des deutschen Gesamtexports aus!!!
    Aber wenn Sie schon nach einem Grund fragen, dann bleibt da nur das gerade zu neurotische bedürfnis deutscher Spitzenpolitiker ein "Du bist aber eines liebes Deutschland!" im Ausland einzukaufen. irgendwann -- so meine Hoffnung -- werden die's dann aber doch noch kapieren, dass das nicht funktioniert und investieren die rausgeworfenen Mrd und aber Mrd Euro in eine bessere bildung im eigenen Land -- allem voran Mathe und Wirt.....

  • 03.03.2010, 22:05 UhrAnonymer Benutzer: volletasche

    @Peter:

    Darf ich auch ihre Nationalität erraten?

    Welchen Vorteil hat Deutschland, wenn es 1 Teil gibt sich GR zu 4 Teilen verschuldet, um Waren bei D einzukaufen? Solange dies natürlich gut geht!

    Arbeitsplätze!!! Export!!!

    Was hat der Subventionsgeber von der Vergabe von Subventionen?

    Haben Sie so viel Angst vor dem wirtschaftlichen Niedergang, dass wirtschaftliche Zusammenhänge nicht mehr greifbar sind?

    ich fühle auch nicht mit den Opelanern, muss aber trotzdem zahlen, wenn die bundesregierung dies so beschließt.

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