Weiterhin schwere Gefechte
Kampf um Falludscha: USA siegesgewiss

Die Rebellenhochburg Falludscha ist weiter schwer unter Beschuss. Nachdem irakische Soldaten gemeinsam mit US-Marines bereits Teile der Vororte besetzt haben, dringen sie nun weiter in die Stadtmitte vor. Sie werden aus der Luft von Kampfflugzeugen unterstützt.

HB FALLUDSCHA/WASHINGTON. Wie die Korrespondentin des US- Nachrichtensenders CNN am Dienstagmorgen berichtete, setzten die US- Einheiten und irakischen Soldaten unterstützt von Kampfflugzeugen unter anderem Artillerie und Panzer ein. Die Soldaten seien etwa einen Kilometer nach Falludscha eingedrungen. Ein strategisch wichtiger Bahnhof sei eingenommen. Ein Einwohner sagte dem britischen Sender BBC: Es sei wie in der Hölle. Hunderte Bomben und Granaten würden pro Minute detonieren.

Die CNN-Korrespondentin beschrieb die Lage vor Ort als sehr schwierig. Die Soldaten könnten oft nicht sagen, woher in der Stadt sie beschossen würden. Schätzungen gehen davon aus, dass immer noch zehntausende Zivilisten in Falludscha seien. Die Gefechte könnten noch Tage andauern, auch wenn die Vorteile klar auf Seiten der angreifenden Truppen lägen, die zahlenmäßig weit überlegen seien.

Bereits wenige Stunden nach Beginn der lang erwarteten Großoffensive gegen die irakische Rebellenhochburg Falludscha haben sich die USA siegesgewiss gezeigt. US-Generalstabschef Richard Myers sagte am Montag vor Journalisten in Washington: „Wir werden erfolgreich sein.“ Der Befehlshaber der US- Koalitionstruppen im Irak, General George Casey, sagte schon am Montag seien schnelle Erfolge erzielt worden. Die militärischen Ziele seien vorfristig erreicht worden. Casey geht davon aus, dass sich die Rebellen in die Innenstadt zurückziehen und dort den Entscheidungskampf suchen werden.

Verteidigungsminister Donald Rumsfeld erklärte, ein Erfolg in Falludscha werde einen schweren Schlag für die Rebellen und Terroristen im Irak und insgesamt für den internationalen Terrorismus darstellen. Es sei alles versucht worden, das Problem Falludscha politisch zu lösen, sagte Rumsfeld. Die Rebellen hätten jedoch „den Weg der Gewalt gewählt“. Rumsfeld sagte weiter, er könne sich kein Ende der Falludscha-Offensive vorstellen, bis das Problem völlig gelöst sei.

Aus der Stadt wurden am Abend und in der Nacht heftige Gefechte und Explosionen gemeldet. An der Offensive, die nach Angaben des Weißen Hauses von US-Präsident George W. Bush persönlich mitentschieden wurde, sind nach den Worten von Casey, insgesamt rund 15 000 amerikanische und irakische Soldaten beteiligt. Nach ersten Berichten kamen bei den Kämpfen und US-Luftangriffen mehr als 40 Menschen ums Leben.

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