Weltbank-Bericht
Sicherheit, Jobs und Justiz für Krisenstaaten

Mangelnde Bildung und Arbeitslosigkeit sind die Gründe, warum sich Menschen auf kriminelle Weise ihren Lebensunterhalt verdienen und nicht aus dem Kreislauf herauskommen.
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WashingtonKrisenstaaten müssen im Kampf gegen politische Gewalt und Kriminalität vor allem auf die Schaffung von Jobs, eine funktionierende Justiz und Sicherheit für ihre Bürger setzen. Das geht aus dem jüngsten Weltentwicklungsbericht der Weltbank hervor, der am Sonntag (Ortszeit) in Washington vorgelegt wurde. Seinen Angaben zufolge leben derzeit rund 1,5 Milliarden Menschen in Ländern, in denen es immer wieder zu schweren gewaltsamen Übergriffen kommt, sei es aus politischen Motiven oder durch Verbrechen.

Kinder in solchen Krisenstaaten seien einer zweimal höheren Gefahr der Unterernährung und einem dreimal höheren Risiko ausgesetzt, keine Schulbildung zu erhalten, erklärte Weltbank-Präsident Robert Zoellick. „Um den Kreislauf der Gewalt zu brechen und die Ursachen zu stoppen, müssen diese Länder legitimere, verantwortliche und fähige Institutionen aufbauen, die den Bürgern Sicherheit, Jobs und ein Rechtssystem bieten“, betonte der Chef der multilateralen Entwicklungshilfeorganisation mit Sitz in Washington.

Befragungen in diesen Ländern hätten gezeigt, Arbeitslosigkeit sei der mit Abstand wichtigste Grund, weshalb sich Menschen Banden oder Rebellenbewegungen anschlössen. Die jüngsten Ereignisse im Nahen Osten und in Nordafrika hätten gezeigt, dass Gewaltausbrüche weit wahrscheinlicher seien, wenn es wichtigen nationalen Institutionen an Befähigung oder Legitimierung fehle, hießt es in dem Report.

Der Weltentwicklungsbericht rief die Staatengemeinschaft zu mehr Unterstützung unter anderem für Job-Programme und den Aufbau von gut geführten Polizeikräften und dem Justizsystem auf. Entsprechend müssten sich auch internationale Entwicklungsorganisationen wandeln, um diesen Zielen besser als bislang gerecht zu werden.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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