Weltbank-Chef
Zickenkrieg um Zoellicks Nachfolge

Die Weltbank soll die Krisenherde dieser Welt mit Geld löschen. Doch sie steckt selbst in einer Führungskrise, seit ihr Chef Robert Zoellick seine Kündigung eingereicht hat. Die Kandidatensuche ist schwierig.
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WashingtonEigentlich ist die Sache ganz simpel. „Der Präsident leitet die Sitzungen des Rates der Exekutivdirektoren und ist verantwortlich für das Gesamtmanagement der Bank“, heißt es in der Selbstbeschreibung über den wichtigsten Mann bei der Weltbank in Washington. „Er wird von den Direktoren für eine verlängerbare Amtszeit von fünf Jahren ausgewählt“.

Im Moment heißt der Präsident der Weltbank Robert Zoellick, er ist Amerikaner, und hier fangen die Probleme an. Zoellick, seit Juli 2007 im Amt, hatte vor gut drei Wochen seinen Rückzug verkündet. Wenn im Juni dieses Jahres ein neuer Chef gewählt werden soll, tritt Zoellick nicht mehr an. Und der Kampf um seine Nachfolge hat soeben begonnen.

Ende vergangener Woche wagte sich der Erste aus der Deckung, der prominente US-Ökonom Jeffrey Sachs. „Ich stehe bereit, die Bank in eine neue Ära des Problemlösens zu führen“, schrieb er ganz unbescheiden in einem Aufsatz in der „Washington Post“. Sachs ist nicht nur ein Freund der Dritte-Welt-Aktivisten Bono von U2 und Angelina Jolie. Er ist auch Berater des UN-Generalsekretärs in Sachen Armutsbekämpfung und Direktor des Earth Institutes an der New Yorker Columbia-Universität, das nach Lösungen gegen Armut und die Folgen des Klimawandels sucht.

Und deshalb, findet Sachs, sei er der richtige Mann. Immerhin ist es die Aufgabe der Weltbank, Entwicklungsländern zu helfen. Er sei weder Banker noch Politiker und kämpfe seit jeher für die Armen und Hungrigen, schrieb der umtriebige Ökonom. Sein „Streben zu helfen und die Armut zu beenden“ habe ihn durch mehr als 125 Länder geführt. „Jetzt hoffe ich, dass es mich bis zur Präsidentschaft der Weltbank führt“.

Sachs ist allerdings nicht unumstritten. Vor allem in Polen und Russland, deren Regierungen er Ende der 80er- und zu Beginn der 90er-Jahre bei Wirtschaftsreformen beriet, hat man ihn in keiner guten Erinnerung. Was der damalige Harvard-Ökonom dort erreichte, nannte man später „Schocktherapie“: Privatisierung und Liberalisierung im Hau-Ruck-Verfahren. Die Folge: Oligarchen rissen sich die Schätze unter den Nagel, Russland rutschte in die Pleite.

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  • Da Herr Clinton nun Obama im Wahlkampf unterstützt wird es wohl Frau Clinton werden.... eine Hand wäscht die andere, auf Kosten der Steurzahler

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