Weltbank-Studie
400 Millionen Kinder in „entsetzlicher“ Armut

In den letzten 30 Jahren hat sich die Zahl der extrem armen Menschen auf der Welt verringert. Doch laut einer neuen Studie der Weltbank sind gerade Kinder betroffen, um genau zu sein: 400 Millionen Kinder.
  • 5

WashingtonAuf der Welt leben einer neuen Studie zufolge 400 Millionen Kinder in extremer Armut. Das sei rund ein Drittel aller Menschen, die mit weniger als 1,25 US-Dollar (0,92 Euro) pro Tag auskommen müssten, teilte die Weltbank am Donnerstag in Washington mit. Die internationale Gemeinschaft müsse alles dafür tun, die Kinder aus ihrer „entsetzlichen Situation“ zu befreien, sagte Weltbank-Präsident Jim Yong Kim. Er sprach von einer großen und dringenden Herausforderung.

In einkommensschwachen Ländern liege der Anteil der Kinder in extremer Armut sogar bei der Hälfte. Für die meisten sei es derzeit unmöglich, sich im Laufe ihres Lebens aus der Lage zu befreien.

Insgesamt sei die Zahl der sehr armen Menschen in den vergangenen drei Jahrzehnten aber um 721 Millionen auf 1,2 Milliarden gesunken. „Wir sind Zeugen eines historischen Moments, in dem sich die Menschen selbst aus der Armut befreien“, sagte Kim bei einer Pressekonferenz zum Auftakt der gemeinsamen Jahrestagung des Internationalen Währungsfonds (IWF) und der Weltbank. Die meisten Fortschritte habe es in Indien und China gegeben, während die Situation in Afrika weiter schlecht sei.

Das Ziel seiner Organisation sei, den Anteil der extremen armen Menschen bis 2020 auf neun Prozent zu reduzieren. „Unsere Strategie ist kühn“, sagte er.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Weltbank-Studie: 400 Millionen Kinder in „entsetzlicher“ Armut"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

  • Sorry, aber wenn die was in den Entwicklungsländern können, dann ist es Kinder auf die Welt setzen. Ohne Rücksicht auf die Folgen. Wo man da ansetzen sollte und muss, daswird wohl jeder mit gesundem Menschenverstand sich selbst beantworten können.

  • Die Rechnungen sollte man an Rockefeller, Goldman sachs und den Rest dieser Verbrecherbande schicken!
    Die sind es letztendlich Schuld, warum die Welt immer mehr in Armut versinkt und sie selber immer mächtiger werden!

  • Keiner weiß,ob das Geld bei den Kindern ankommt
    ____________________

    Genau das dachte ich mir auch, wie ich mir das Programm von Plan angeschaut habe. Jeglicher Kontakt wird über Plan organisiert und kontrolliert.

    Es ist auch Tatsache, dass sehr viel für "Verwaltung" draufgeht. Wenn 20 % ankommen bei den Betroffenen, dann dürfte dies in der Regel viel sein.

    Deshalb ist es wesentlicher besser, dies direkt zu machen, wenn man an so etwas interessiert ist. Also konkrete Kinder zu fördern, die man kennt, wenn man so etwas tun will. Was jedoch auch bedeutet, dass man die Gepflogenheiten des Landes einigermassen kennen sollte und auch Kontrolle ausüben muss, um sicher zu gehen, dass 100 % dort ankommen.
    Es bedeutet allerdings auch, dass man sich im Klaren sein muss, dass es sich um eine langfristige Sache handelt, bis eben das Ziel einer anständigen Ausbildung erreicht ist.
    So etwas kostet mich in Asien ca. 400 € im Jahr für zwei Kinder, wobei diesen dadurch der Zugang zu einer lokalen "Elite"schule möglich ist inkl. aller beikommenden Kosten wie Schuluniform, Bücher etc.

    Abziehen von der Steuer kann man das allerdings nicht (auch mit gültigen Rechnungen inkl. aufgeschlüsselter Kosten). Plan etc. dagegen schon.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%