Weltbank
USA streichen Gelder für Kohlekraftwerke

Die US-Regierung will der Weltbank weniger Geld für den Neubau von Kohlekraftwerken zur Verfügung stellen. Nur dort, wo es keine wirtschaftliche Alternative gibt, soll weiter auf den fossilen Brennstoff gesetzt werden.
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WashingtonDie USA wollen die Finanzierung von Kohlekraftwerken im Rahmen internationaler Entwicklungsprojekte weitgehend einstellen. Der Bau neuer Anlagen durch Institutionen wie die Weltbank werde nur noch in Ausnahmefällen unterstützt, erklärte das US-Finanzministerium. Eine Förderung sei nur noch in den ärmsten Ländern der Welt vorgesehen, wo es keine wirtschaftliche Alternative zur Kohle gebe, oder falls neue Maßnahmen zur Begrenzung des CO2-Ausstoßes ergriffen würden.

Die Entscheidung sei ein wichtiger Schritt zur Förderung von sauberer Energiegewinnung, erklärte Finanzstaatsekretär Lael Brainard. Damit reagiere Washington auf die Herausforderungen des Klimawandels. Obama hatte Ende Juni eine Reihe von Maßnahmen zur Reduzierung von Treibhausgasen angekündigt. Kohle ist in den USA mit einem Anteil von 37 Prozent an der Stromversorgung nach wie vor der wichtigste Energielieferant. Auch die Weltbank, deren wichtigster Geldgeber die USA sind, hat sich zum Ziel gesetzt, die Investitionen in Projekte zur Nutzung fossiler Energieträger zu drosseln.

Der Weltklimarat hatte seine Warnungen vor einer gefährlichen Erderwärmung kürzlich verschärft. Die internationale Gemeinschaft droht demnach ihr Ziel zu verfehlen, die durchschnittliche Erderwärmung auf zwei Grad im Vergleich zum vorindustriellen Zeitalter zu begrenzen.

afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur

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