Weltbank warnt auf Krisentreffen vor Milliardenkosten für die Wirtschaft
WHO rechnet fest mit globaler Grippewelle

Eine globale Grippewelle mit möglicherweise dramatischen Folgen für die Erdbevölkerung und die internationale Wirtschaft ist nach Ansicht der Weltgesundheitsorganisation (WHO) unausweichlich. „Wir wissen nicht, wann es passieren wird. Aber wir wissen, dass es passieren wird“, warnte WHO-Generaldirektor Lee Jong-wook am Montag auf einem Krisentreffen über die Vogelgrippe in Genf.

GENF. Er mahnte die Regierungen, ihre Vorbereitungen für den Ernstfall zu verstärken. Laut WHO-Mitarbeitern ist kein Land der Welt für den Ausbruch einer globalen Grippewelle ausreichend gerüstet.

Eine länderübergreifende Grippewelle könne zwischen 180 und 360 Millionen Menschen töten, heißt es in einer Studie, die die Weltbank während der Versammlung vorlegte. Gleichzeitig beziffert die Organisation die möglichen globalen Kosten auf 800 Milliarden Dollar, falls die Grippe ein ganzes Jahr wütet. Der Schaden in Industrieländern könnte rund 550 Milliarden US-Dollar betragen. „Das sind noch alles grobe Schätzungen“, sagte James Adams, Vizepräsident der Weltbank.

Nach der Studie könnten „die unkoordinierten Versuche von Privatpersonen“, den Erreger zu vermeiden, zunächst die größten Kosten verursachen. Menschen würden den Kontakt mit anderen Menschen auf das allernötigste beschränken. Eine solche Massenisolation aber führe zu einem gewaltigen Nachfrageausfall, besonders im Dienstleistungsbereich. Auch die Kosten für Quarantäne und Reisebeschränkungen dürften laut Weltbank stark ins Gewicht fallen. Mittelfristig würden die Flugverkehrsbranche, der Tourismus und die Landwirtschaft am stärksten leiden. Nach WHO-Angaben verursachte die Lungenkrankheit Sars 2003 Schäden von 30 Milliarden Dollar. Weltweit starben 800 Patienten an Sars.

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