Weltenergiemarkt Staaten im Ölrausch – wer die neuen Mächtigen sind

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Auf dem amerikanischen Kontinent ist Tupi die größte Entdeckung seit drei Jahrzehnten; weltweit war der Fund des Kashagan-Feldes in Kasachstan im Jahr 2000 mit geschätzten vier bis 13 Mrd. Barrel förderbaren Rohöls größer. Kashagan zeigt jedoch auch die Probleme, die solche Mega-Projekte mit sich bringen können: Nach vielen technischen und politischen Problemen und mehrfachen Umbesetzungen in dem Firmenkonsortium, das das Vorkommen im Kaspischen Meer ausbeuten will, hat sich der Produktionsstart auf 2014 verschoben und die Kosten sind auf weit über 100 Mrd. Dollar gestiegen.

In Brasilien dürften die Herausforderungen vor allem technischer Natur sein. Die Ölproduktion in solchen Tiefen und unter beweglichen Salzschichten ist echte Pionierarbeit. 174 Mrd. Dollar will Petrobras bis 2014 investieren, um den Schatz in der Tiefsee zu bergen. Die Schweizer Bank UBS rechnet damit, dass über 30 Jahre hinweg 600 Mrd. Dollar investiert werden müssen.

Ähnlich wie an der südamerikanischen Küste hat es in den vergangenen Jahren auch vor Westafrika große Ölfunde gegeben. Davon profitieren neben der etablierten, aber unter politischen Unruhen leidenden Ölmacht Nigeria der aufstrebende Opec-Stern Angola, aber auch das politisch stabile Ghana als Neuankömmling im Club der Ölstaaten. Wenn es in Zukunft gelingt, große Teile der Bevölkerung und nicht nur korrupte Eliten am neuen Wohlstand teilhaben zu lassen, dann könnten die neuen Funde dem ganzen afrikanischen Kontinent helfen, den Rückstand zu Asien und Südamerika zu verringern.

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