Welternährungsgipfel
Ahmadinedschad setzt Verbalattacken gegen Israel fort

Der iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad hat seine Angriffe gegen Israel auch nach seiner Ankunft zum Welternährungsgipfel in Rom fortgesetzt.

dpa ROM. "Die Völker Europas haben am meisten Schaden durch die Zionisten erlitten", sagte Ahmadinedschad am Dienstag nach italienischen Medienberichten. Auf den europäischen Schultern lägen heute die politischen und wirtschaftlichen Kosten für diese "gefälschte Regierung", fügte er mit Bezug auf Israel an.

Diese Äußerungen nannte der italienische Verteidigungsminister Ignazio La Russa umgehend besorgniserregend. Was Ahmadinedschad zur Nichtanerkennung Israels sage, eines UN-Mitgliedslandes, sowie die Tatsache, dass er das Leiden eines Volkes leugne, "das steht gegen die Geschichte und unser generelles Denken", sagte La Russa.

Mitglieder der jüdischen Gemeinde Italiens protestierten gegen den Besuch Ahmadinedschads, der zum Welternährungsgipfel angereist war. Zusammen mit dem Besuch des Präsidenten von Simbabwe, Robert Mugabe, hatte die Reise zu der UN-Konferenz Kritik hervorgerufen. Ahmadinedschad kam erstmals seit seiner Wahl 2005 in ein EU-Land.

In einer Rede vor der UN-Konferenz machte Ahmadinedschad den Westen für den Hunger in der Welt verantwortlich. Ein Treffen Ahmadinedschads mit dem italienischen Regierungschef Silvio Berlusconi war nicht geplant. Ahmadinedschad hatte kurz vor seiner Reise nach Rom gesagt, Israels Regierung werde bald von der Weltbühne verschwinden.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%