Welternährungsorganisation
Ein neuer Direktor wird gewählt

Die Welternährungsorganisation wählt einen neuen Generaldirektor. Kandidaten aus Brasilien und Spanien gelten als besonders aussichtsreich.
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RomErstmals seit fast zwei Jahrzehnten werden die Vertreter der Welternährungsorganisation (FAO) an diesem Wochenende einen neuen Generaldirektor wählen. Dieser wird dem Senegalesen Jacques Diouf nachfolgen, der seit 1993 der in Rom ansässigen Organisation vorsteht.

Zwar stehen insgesamt sechs Kandidaten zur Wahl, das Rennen werden am Ende aber wohl vor allem zwei Bewerber unter sich ausmachen. Zum einen handelt es sich dabei um den Brasilianer Jose Graziano, zum anderen um den Spanier Miguel Angelo Moratinos.

Graziano war unter dem damaligen brasilianischen Präsidenten Luis Inácio Lula da Silva Minister für Ernährungssicherheit und hatte als solcher eine tragende Rolle bei der Initiative „Zero Hunger“, die die Mangelernährung in der Bevölkerung bekämpfen sollte. Zuletzt hatte er bereits als FAO-Vertreter in Rom gearbeitet. Der Diplomat Moratinos war EU-Sondergesandter für den Nahen Osten und war bis 2010 spanischer Außenminister.

Sein Amt wird der neue Generaldirektor Anfang 2012 antreten, um bis Ende Juli 2015 im Amt zu bleiben. Im Gegensatz zu seinem Vorgänger ist er anschließend nur noch ein weiteres Mal für vier Jahre wählbar. Diouf wurde drei Mal für jeweils sechs Jahre gewählt.

Gegründet wurde die Welternährungsorganisation 1945 um die Standards für Nahrungsmittel, aber auch die Lebensbedingungen weltweit zu erhöhen. DieOrganisation hat 191 Mitglieder.

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