Weltgeschichten unserer Korrespondenten

Britischer TV-Hit GBBO endet
Der schmerzhafte Back-Brexit

Den Briten steht nicht nur ein schmerzhafter Abschied aus der EU bevor. Am kommenden Mittwoch endet mit dem Finale des Quotenrenners „The Great British Bake Off“ auch eine Ära. Schuld ist die Gier der Produzenten.

LondonJeden Mittwochabend, pünktlich um 20 Uhr, richten sich die Augen von Millionen Briten auf ein weißes Zelt, irgendwo auf einer saftig grünen Wiese, in der mit Hilfe von Backblech und Küchenmaschine um den in Großbritannien hochangesehenen Titel „Baker of the Year“ gekämpft wird.

In der Sendung „The Great British Bake Off“ (GBBO) backen jede Woche zwölf Amateur-Konditore Kuchen, Törtchen und Brote um die Wette und rätseln über die an sie gestellten Aufgaben („what the heck is a dampfnoodle?“). Nach der Sendung ist jeweils für einen der Teilnehmer Schluss. Wer rausfliegt, entscheidet ein Juroren-Duo, dessen Sprüche nicht selten im Anschluss in den allgemeinen Wortschatz der Briten übergehen.

Der oder die Siegerin kann auf eine eigene TV-Show, einen Buchvertrag oder andere lukrative Deals hoffen – und die anderen, die waren zumindest ein paar Stunden lang eine nationale Berühmtheit.

GBBO ist eine wahrhaft britische Institution: Die Einschaltquoten sind mit mehr als zehn Millionen Zuschauern höher als bei wichtigen Fußballspielen, das letzte Finale verfolgte die Zeitung „The Guardian“ online mit einem Liveticker und Supermarktketten stellen extra Mitarbeiter ab, damit die Regale rechtzeitig mit den aktuellen Trendzutaten aufgestockt werden.

Schon Tage vor der nächsten Sendung wird diskutiert, welche Herausforderungen die Bäcker zu bewältigen haben und wer der aktuelle Favorit für den Backthron ist. Selbst Premierministerin Theresa May und der Notenbankchef Mark Carney zählen zu den bekennenden Fans.

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Der schmerzhafte Back-Brexit

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„Butter oder Margarine? Das geht nicht“

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