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Der Brexit – eine Seifenoper?

Auf der politischen Bühne werden Politiker bald die Bedingungen für den EU-Austritt Großbritanniens verhandeln. Auf einer Londoner Theaterbühne kommen Briten aus allen Teilen des Landes mit ihrer Meinung zu Wort.
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Überall nur fremde Gesichter: „Man sieht Asiaten, man sieht Moslems, ich muss inzwischen anderswohin, um mehr von unseresgleichen auf den Straßen zu sehen“, klagt eine Britin. Ein Landsmann von ihr hat ein anderes Problem: „Wann auch immer man Politikern eine einfache Frage stellt, sie geben keine klare Antwort.“ Ihre Klagen sind nicht erhört worden, deshalb haben beide beim Referendum im Sommer vergangenen Jahres für den Austritt Großbritanniens aus der EU gestimmt. Aus Protest.

Jetzt, fast neun Monate später, bekommen sie auf der Bühne des National Theatre in London eine Stimme – ganz normale Briten aus allen Teilen des Landes im Alter von 9 bis 97 Jahren. Schauspieler, die die verschiedenen Regionen des Landes repräsentieren, geben wortgetreu wieder, was diese Menschen über das Referendum denken. Die Meinungen haben die Theatermacher in den Tagen direkt nach der Abstimmung gesammelt.

Herausgekommen ist „My country: A work in progress“ – ein Theaterstück, das die große Bandbreite tiefer Überzeugungen und unerbittlicher Ansichten über das widergibt, was auf der Insel im Argen liegt: fehlende Chancengleichheit und eine wachsende Kluft zwischen Arm und Reich, ein Zusammenbruch des Gemeinschaftslebens, schwindendes Vertrauen in die Politik und andere Veränderungen, ausgelöst durch Einwanderung oder Globalisierung, die die Menschen teilweise überfordern. Mit Europa und der EU-Zugehörigkeit des Landes hat das allerdings in den wenigsten Fällen zu tun.

Es ist eines der ersten großen Theaterprojekte, die sich mit dem Brexit beschäftigen. Als großen Fortsetzungsroman oder Seifenoper beschreibt eine Theaterbesucherin dieses Kapitel in der Geschichte des Landes: „Denn es kommt immer etwas Neues hinzu“, sagt sie. Es werde nicht langweilig. Die nächste Folge dürfte mit dem offiziellen Austrittsgesuch anfangen, das Premierministerin Theresa May bis Ende März in Brüssel einreichen will.

Die Theatermacher wollten mit „My country“ vor allem zwei Dinge erreichen: mehr Toleranz anderen Meinungen gegenüber und eine Eindämmung der Selbstgerechtigkeit. Einer der Schauspieler räumt in einem BBC-Beitrag ein: Ganz leicht sei ihm das nicht gefallen. Als er sich die gesammelten Stimmen zum ersten Mal anhörte, habe er gedacht, die Menschen müssten alle erst einmal einen Intelligenztest machen, bevor sie sich zum EU-Austritt äußerten.

So ging es wohl auch etlichen Theaterbesuchern. Sie saßen teilweise nur kopfschüttelnd da, als sie einige der sehr rassistischen und extremen Meinungen hörten, die die Schauspieler auf der Bühne vortrugen.

Doch das war das Londoner Publikum. In der britischen Hauptstadt haben sich die Menschen mehrheitlich für Europa ausgesprochen und sind in den Tagen nach dem Referendum zu Tausenden auf die Straße gegangen, um deutlich zu machen: Es gibt sie, die EU-Anhänger auf der Insel, auch wenn die Mehrheit der Briten dafür stimmte, sich von Brüssel abzuwenden.

In den nächsten Wochen und Monaten führen die Schauspieler das Stück auch in anderen Teilen des Landes auf. Die Reaktionen dürften anders ausfallen als in London. Fest steht: Die nächsten Kapitel des Brexit-Fortsetzungsromans werden Theatermachern noch mehr Stoff liefern. Ein Happy End ist höchst unwahrscheinlich.

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  • Da der "Coup" von Schulz und Junker, in Europa nach der Entscheidung für den Brexit, die Verwirrung auszunutzen, und in einem Zug die Diktatur der Eurokraten einzuführen, in die Hose gegangen ist, bleibt jetzt nur noch der Rückzug in die reale Welt und und die Wiedereinführung der EWG, wie sie sich nach dem Krieg bewährt hat und von allen geliebt wurde.

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