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Weltgeschichten
Josef und seine Töchter

Wie so viele, ist er mit der Hoffnung auf ein besseres Leben gekommen. Während er die Autos einweist, verspürt der Parkwächter Sehnsucht nach den Hügeln Afrikas. Doch Josef beschwert sich nicht. Eine Weltgeschichte.
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New YorkAuf den großen Kreuzungen in New York bewegen sich die Menschenmassen. Wir treffen uns regelmäßig im Café an der Ecke. Dort sitzen wir, lesen Zeitung und schauen durch die riesige Scheibe nach draußen auf die große Kreuzung, wo sich Autoschlangen und Menschenmassen vorbeischieben und ein nie endendes Schauspiel bieten. Schicke Frauen kommen vorbei und obdachlose Männer, große Leute mit winzigen Hunden und kleine Männer mit riesigen Hunden, Touristen mit Rollkoffern und dem unsicheren, für Deutsche kennzeichnenden Blick; Krankenwagen bahnen sich mit Geheule einen Weg, und später am Abend reiten manchmal die Polizisten vom Times Square vorbei zu den Pferdeställen.

Josef, nennen wir ihn für die Öffentlichkeit so, ist groß und schlank, ein Baum von Mann, wahrscheinlich etwas jünger als ich, also nicht mehr wirklich jung. Er steht bei jedem Wetter vor einem Parkhaus ein paar Meter entfernt und weist die Autos ein. Zwischendurch kommt er ins Café an der Ecke. Ich gehe dorthin, wenn mir in meiner kleinen Wohnung, die zwei Minuten entfernt liegt, die Decke auf den Kopf fällt. Josef redet nicht viel. Er ist ein stiller Mann. Aber dann kommen wir doch ins Gespräch. Vor sieben Jahren ist er aus Ghana eingereist, erzählt er. Er wohnt mit seinen beiden Töchtern, beide im Teenager-Alter, in der Bronx, und beweist mit Fotos in seiner Brieftasche, wie hübsch sie sind. Seine Frau hat die Familie schon vor Jahren verlassen, sagt er. Er kommt vom Land in Afrika, besitzt dort eine kleine Farm. Jetzt lebt er mit zwei Teenagern in dieser riesigen Stadt und hat einen langweiligen Job.

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Nächste Generation will bleiben

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