Welthandelsrunde
Globalisierungskritiker machen mobil

Die globalisierungskritischen Bewegungen Attac, Weed und BUND hoffen auf ein Scheitern der WTO-Ministerkonferenz in Hongkong. Die ungerechte Liberalisierungspolitik der Welthandelsorganisation habe in den vergangenen zehn Jahren weltweit zu steigender Arbeitslosigkeit, immensen Umweltschäden und sozialen Verwerfungen geführt.

HB BERLIN. „Die Großunternehmen wirken an den WTO-Abkommen mit und profitieren am meisten von der Öffnung der Märkte“, kritisierte Attac-Handelsexpertin Christiana Deckwirth. Der von den USA und auch der Europäischen Union angestrebte bessere Marktzugang in Schwellen- und Entwicklungsländern nehme den armen Staaten aber Spielräume für eine eigenständige Entwicklung und bedrohe die Umwelt.

Die Hilfsorganisation Oxfam warf den reichen Ländern in der WTO vor, ihre Reformversprechen zu brechen. „Auf dem derzeitigen Kurs werden die Verhandlungen kaum Nutzen für die Armen bringen und den Entwicklungsländern sogar Schaden zufügen“, kritisierte Oxfam-Experte Phil Bloomer.

Bloomer erklärte, Handel habe durchaus das Potenzial, Millionen Menschen aus der Armut zu helfen. Insbesondere sei eine Reform des Agrarhandels unumgänglich. Doch hätten die reichen Länder ihre Versprechen nicht gehalten, das Dumping zu beenden und den Marktzugang für Importe aus armen Ländern zu verbessern.

„Bei Baumwolle, einem der krassesten Beispiele für den negativen Einfluss von Dumping auf afrikanische Bauern, gibt es keine Fortschritte“, klagte er. Gleichzeitig werde der Druck auf Entwicklungsländer erhöht, die Märkte zu öffnen, und das sogar zu Lasten ihrer verarmten Bauern.

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