Weltsicherheitsrat beschäftigt sich mit Geiselnahme
Fischer verurteilt Geiselnahme in Russland

Außenminister Joschka Fischer hat den terroristischen Überfall auf eine Schule in Russland verurteilt. UN-Generalsekräter Kofi Annan hat die sofortige Freilassung der Schüler verlangt.

HB BERLIN/MOSKAU/NEW YORK. „Ich kann mir keinen Grund vorstellen, der es rechtfertigen würde, Schulkinder als Geiseln zu nehmen“, sagte Fischer am Mittwoch am Rande der Grünen-Fraktionsklausur in Bad Saarow.

„Das ist auf das Schärfste zu verurteilen.“ Terroristen hatten im russischen Nordkaukasus bis zu 250 Kinder, Eltern und Lehrer in ihre Gewalt gebracht. Mehrere Geiseln starben.

UN-Generalsekretär Kofi Annan seinerseits verlangt die sofortige Freilassung von mehr als 100 Schülern, ihren Eltern und Lehrern im russischen Nordkaukasus. Er sei „erschüttert“ über das Geiseldrama, das schon mehrere Todesopfer gefordert habe, stellte Annan am Mittwoch in einer Erklärung fest.

Der Weltsicherheitsrat wollte am späten Mittwochabend (2300 MESZ) in New York zusammenkommen, um über die dramatische Situation im russischen Beslan zu beraten. Moskau hatte auf Grund der Serie von Terrorakten im eigenen Land eine Dringlichkeitssitzung des Weltsicherheitsrates in New York beantragt.

Terroristen hatten in der Stadt Beslan bis zu 250 Kinder, Eltern und Lehrer in ihre Gewalt gebracht. Mehrere Geiseln starben. Auch der bulgarische Außenminister Solomon Passi verurteilte als Vorsitzender der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) die Geiselnahme. „Ich bin zutiefst empört von der Geiselnahme von unschuldigen Kindern und älteren Menschen“, sagte Passi in einer Erklärung am Mittwochabend in Sofia. Im Namen der 55 OSZE-Mitgliedstaaten verurteilte Passi auch den Bombenanschlag in Moskau vom Dienstag. Die OSZE werde ihre Engagements im Kampf gegen allen Formen des Terrorismus weiter erfüllen, bekräftigte Passi.

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