Weltstrafgericht
Schuldspruch für Rebellenführer Lubanga

Seit 2006 saß Thomas Lubanga Dyilo in Untersuchungshaft des Internationalen Strafgerichtshofs. Durch den Schulspruch steht fest: Der Rebellenführer benutzte 2002 und im Folgejahr Kinder für einen Konflikt.
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Addis Abeba/Den HaagDer Internationale Strafgerichtshof (IStGH) in Den Haag hat den ehemaligen kongolesischen Rebellenführer Thomas Lubanga Dyilo für schuldig befunden worden, in seiner Heimat Hunderte Kinder als Soldaten missbraucht zu haben. Die drei Richter stellten „zweifelsfrei“ fest, dass der heute 51-Jährige zwischen 2002 und 2003 Kinder unter 15 Jahren zwangsrekrutiert und in einem Konflikt eingesetzt hat.

Es handelt sich um ein historisches Urteil: Lubanga war der erste mutmaßliche Kriegsverbrecher, der vom IStGH festgenommen und vor Gericht gestellt wurde. Lubanga bleibt auf Anordnung der Richter in Haft. Für wieviele Jahre er ins Gefängnis soll, wollen die Richter zu einem späteren Zeitpunkt entscheiden.

Der Afrikaner saß seit März 2006 in Untersuchungshaft. Das Verfahren gegen ihn, in dem insgesamt 67 Zeugen angehört wurden, war im Januar 2009 eröffnet worden.

Der Konflikt im Kongo dauerte offiziell von 1998 bis 2003, Millionen Menschen kamen ums Leben. Beide Seiten waren während des Konfliktes von anderen afrikanischen Staaten unterstützt worden, darunter Ruanda, Uganda, Angola und Simbabwe.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Weltstrafgericht: Schuldspruch für Rebellenführer Lubanga"

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  • Oh, Weltstrafgericht, was für eine lächerliche Bezeichnung. Solange nicht Schwerstverbrecher wie Georg W. Bush und seine Viererbande vor dieses Gericht gestellt werden, so lange das ein Witzgericht.

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