Weltweiter Interpol-Alarm
13 El-Kaida-Mitglieder entkommen aus Gefängnis

Im Jemen sind mindestens 13 El-Kaida-Anhänger aus einem Gefängnis geflohen. Die internationale Polizeibehörde Interpol löste einen weltweiten Alarm aus. Unter den Flüchtigen ist auch der Drahtzieher des Anschlags auf das US-Kriegsschiff Cole.

HB SANAA. Die geflohenen Häftlinge stellten eine „klare und unmittelbare Gefahr für alle Länder“ dar, hieß es in der Interpol-Warnung. Die internationale Polizeibehörde forderte ihre 184 Mitgliedsstaaten auf, die Sicherheitsvorkehrungen an den Grenzen zu erhöhen.

Die El-Kaida-Extremisten gehören zu 23 Häftlingen, deren Ausbruch aus ihrem Gefängnis in der jemenitischen Hauptstadt Sanaa am Freitag entdeckt worden war. Sicherheitskreisen im Jemen zufolge sollen die Männer bereits am Donnerstag durch einen rund 140 Meter langen Tunnel geflohen sein, den Komplizen von einer Moschee aus zu dem Gefängnis gegraben hatten.

Unter den Flüchtigen ist Dschamal Badaui, der als Drahtzieher des Anschlags auf das US-Kriegsschiff Cole in der jemenitischen Hafenstadt Aden im Jahr 2000 zunächst zum Tode verurteilt worden war. Dieses Urteil wurde später in eine 15-jährige Haftstrafe umgewandelt. Geflohen ist auch der zum Tode verurteilte Fauas al-Rabe'ie, der für den Bombenanschlag auf einen französischen Öltanker vor der Küste Jemens verantwortlich gemacht wird.

Trotz der Warnung hat Interpol noch keine internationalen Haftbefehle für die einzelnen Flüchtigen ausgegeben. Interpol erklärte dazu, es fehlten dafür noch die nationalen Haftbefehle von den Behörden in Sanaa.

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