Weltwirtschaft G24-Länder fürchten die Finanzkrisen

Die Furcht geht um, denn Finanzkrisen in einzelnen Industrieländern können andere Nationen anstecken. Entwicklungsländer und Länder, die aufstreben, sehen ihre Wirtschaftslage derzeit besonders gefährdet.
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Baustelle in Lagos, Nigeria Quelle: Reuters

Baustelle in Lagos, Nigeria

(Foto: Reuters)

Washington Arme Staaten und Schwellenländer fürchten ein Übergreifen der Krisen in den Industrienationen und fordern vor allem von der Eurozone entschiedenere Schritte. Entwicklungsländer und aufstrebende Nationen hätten in der Vergangenheit wichtige Beiträge zur weltweiten Wirtschaftserholung geleistet, erklärten die in der Gruppe der G24 zusammengeschlossenen Länder am Donnerstag nach einer Konferenz in Washington. Nun aber „sind wir besorgt über die Risiken eines ausgedehnten Abschwungs als Folge eines widrigen globalen Umfeldes“.

Die Staatengruppe rief zu „eiligen, gemeinsamen und abgestimmten Maßnahmen“ auf, um der „Vertrauenskrise in den Industrienationen“ sowie ihren Auswirkungen auf arme und aufstrebende Staaten zu begegnen. Die G24 forderten überdies die internationale Gemeinschaft sein, ihre Entwicklungsfinanzierung aufzustocken.

In der Gruppe der G24 fanden sich im Jahr 1971 Schwellen- und Entwicklungsländer aus Asien, Afrika und Lateinamerika zusammen, um gemeinsam finanzpolitische Positionen - unter anderem gegenüber Weltwährungsfonds und Weltbank - zu vertreten. Das Treffen in Washington fand am Rande der Jahrestagung von IWF und Weltbank statt.

  • dpa
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