Weltwirtschaftsforum in Davos US-Finanzminister entschärft Ton im Handelsstreit mit China

Trump hatte zuletzt den Handelsstreit insbesondere mit China durch Strafzölle angeheizt. Bevor der US-Präsident nun seinen Auftritt auf dem Weltwirtschaftsforum hat, versucht sein Finanzminister die Gemüter zu beruhigen.
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„Wir wollen nicht in Handelskriege geraten.“ == FOR NEWSPAPERS, INTERNET, TELCOS & TELEVISION USE ONLY == Quelle: AFP
Steven Mnuchin

„Wir wollen nicht in Handelskriege geraten.“
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DavosKurz vor dem Auftritt von US-Präsident Donald Trump in Davos versucht sein Finanzminister Steven Mnuchin gut Wetter im Handelsstreit mit China und anderen Ländern zu machen. „Wir wollen nicht in Handelskriege geraten“, sagte Mnuchin am Donnerstag vor Journalisten. „Andererseits sind wir gewillt, Amerikas Interessen zu verteidigen.“

US-Wirtschaftsminister Wilbur Ross hatte am Vortag mit Blick auf amerikanische Strafzölle gesagt, dass jeden Tag Handelskriege ausgefochten würden und angekündigt: „Jetzt besetzen die US-Truppen ihre Verteidigungsmauern.“ Trumps Regierung hatte die Einfuhrzölle auf Waschmaschinen und Solarpaneele erhöht, was als direkter Angriff auf die großen Produzenten-Länder China und Südkorea gewertet wurde.

Ross sagte nun am Donnerstag: „Wir sind das am wenigsten protektionistische Land.“ Ins gleiche Horn stieß Finanzminister Mnuchin in Davos: Trump werde auf dem Weltwirtschaftsforum klarstellen, dass die USA offen für Geschäfte seien. „Aber wir brauchen faire Bedingungen.“ Die USA hatten insbesondere China wiederholt unfaire Handelspraktiken vorgeworfen. Sie beschuldigen die Volksrepublik etwa, mit billigen Exporten Jobs in den Vereinigten Staaten zu gefährden.

US-Präsident spricht mit May und Netanjahu
Abgesperrt
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Riesig ist die Aufmerksamkeit, als der US-Präsident eintrifft. Presse und Gäste warten hinter dem roten Absperrband.

Ankunft im Kongresscenter
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US-Präsident Donald Trump (r.) und US-Außenminister Rex Tillerson (2.v.r.) im Kongresscenter in Davos.

Trump und die Journalisten
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Die oft angespannte Beziehung zwischen dem US-Präsidenten und Medienvertretern ist vielfach dokumentiert worden. In Davos zelebriert der Ex-Reality-TV-Star seine Ankunft, winkt den Journalisten freundlich zu und findet sogar Zeit für einen kurzen Wortwechsel.

In Begleitung
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Mit zu Trumps Delegation gehört auch Schwiegersohn Jared Kushner.

Warmer Empfang
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Am Donnerstag hat Trump nur bilaterale Gespräche auf dem Programm, unter anderem mit Theresa May und Benjamin Netanjahu.

Die Pflicht ruft
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Das Gespräch mit der britischen Premierministerin Theresa May war Trumps erstes offizielles Treffen. Angeblich aus Ärger über den neuen Standort der US-Botschaft in London hatte Trump eine Reise dorthin abgesagt und damit einen Eklat unter britischen Politikern ausgelöst. Downing Street bemühte sich um Schadensbegrenzung.

Donald Trump und Benjamin Netanjahu
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Auch mit Israels Ministerpräsident traf Donald Trump am Donnerstagnachmittag zusammen. Dabei bekräftigte er seine Absicht, einen Frieden zwischen Israel und den Palästinensern erreichen zu wollen. „Wir haben einen großartigen Plan, der fantastisch für die Palästinenser und für Israel ist“, sagte Trump in Davos. Mit der Anerkennung Jerusalems als israelischer Hauptstadt habe er eine neue Grundlage geschaffen. „Es wird etwas passieren“, sagte Trump.

Mnuchin berichtete, er habe die bilateralen Handelsbeziehungen mit Liu He diskutiert, dem wichtigsten Wirtschaftsberater von Chinas Präsident Xi Jinping. Beide Seiten seien daran interessiert, den gewaltigen chinesischen Überschuss in der Handelsbilanz zu reduzieren. „Wir haben einige sehr konkrete Ideen besprochen, die wir beide dazu haben“, sagte er, ohne Details zu nennen.

Auf Trumps Programm standen am Donnerstag unter anderem ein Treffen mit der britischen Premierministerin Theresa May sowie ein Abendessen mit Konzernchefs. An diesem Freitag wird er dann zum Ende der Jahrestagung des Weltwirtschaftsforums zur versammelten Wirtschafts- und Politikelite sprechen. Beobachter sind gespannt, was Trump genau sagen wird.
Finanzminister Mnuchin beteuerte, die US-Regierung sei an freiem Handel interessiert: „Wir haben die größte Delegation aller Zeiten in Davos.“

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  • dpa
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