Weltwirtschaftsforum
Jährliches Elitetreffen in Davos

Das Weltwirtschaftsforum (WEF) im Schweizer Kurort Davos ist ein gefragter Treffpunkt von Top-Managern, Spitzenpolitikern und Wissenschaftlern. Über 2500 Persönlichkeiten aus fast 100 Ländern haben sich angekündigt.

HB HAMBURG. Erklärtes Ziel der jährlichen Veranstaltung ist, "den Zustand der Welt zu verbessern". Bei Seminaren und Diskussionen reden die Teilnehmer über globale wirtschaftliche Probleme, suchen Lösungsansätze für politische sowie soziale Herausforderungen. Zudem nutzen die Teilnehmer die mehrtägige Konferenz, um persönliche und geschäftliche Kontakte zu knüpfen und auszubauen.

Kritiker werfen dem WEF vor, es sei ein Elitetreffen, das die globale Zukunft plane, ohne dafür eine demokratische Grundlage zu haben. Jährlich kommen zehntausende Menschen zu einer Gegenveranstaltung, dem Weltsozialforum.

Gegründet wurde das Treffen von dem deutschen Wirtschaftsexperten Klaus Schwab. Im Jahr 1971 organisierte er auf eigenes finanzielles Risiko eine Konferenz für europäische Unternehmer, um mit ihnen die neuesten Managementmethoden aus den USA zu studieren. Der damals 32-Jährige war der Meinung, die Europäer hätten auf diesem Gebiet Nachholbedarf. Später verlagerte Schwab den Schwerpunkt auf allgemeine wirtschaftliche und politische Fragen und gründete eine Stiftung zur Ausrichtung des Forums. Heute zählt die Konferenz zu den prestigeträchtigsten Wirtschaftsveranstaltungen der Welt.

Und Klaus Schwab ist überzeugt, dass das diesjährige Treffen vom 28. Januar bis 1. Februar eines der wichtigsten überhaupt in der fast 40-jährigen WEF-Geschichte ist. "Was wir erleben, ist der Beginn einer neuen Ära", sagte Schwab am Mittwoch in Genf.

Beim Weltwirtschaftsforum werden zwar kein Beschlüsse gefasst, aber häufig Leitlinien festgelegt. Neben der Finanzkrise steht deshalb auch der Klimaschutz als weiteres drängendes Problem im Vordergrund. Um einen breiteren Dialog mit der Bevölkerung zu ermöglichen, hat das WEF außerdem in Zusammenarbeit mit den Internetportalen YouTube und MySpace Online-Foren lanciert. Bereits über 400 Videobeiträge seien eingereicht worden, teilte das WEF mit.

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