Weltwirtschaftsforum: WEF-Präsident Schwab ruft zu mehr Optimismus auf

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WEF-Präsident Schwab ruft zu mehr Optimismus auf

Der Präsident des Weltwirtschaftsforums, Klaus Schwab, hofft auf mehr Zuversicht bei der Bewältigung der Schuldkrise. Bei internationalen Unternehmen aber nimmt die Unsicherheit zu.

Genf/DavosAm Vorabend des diesjährigen Weltwirtschaftsforums (WEF) in Davos hat dessen Präsident Klaus Schwab Politiker und Manager zu mehr Optimismus und Zuversicht aufgerufen. Es gelte, mit Leidenschaft und Dynamik an der Bewältigung der Folgen der Schuldenkrise zu arbeiten, erklärte der deutsche Gründer des Forums am Dienstagabend in Davos in einer Grußansprache für die rund 2500 Teilnehmer.

Trotz aller Anstrengungen zur Überwindung der Schuldenkrisen in Europa und den USA wächst einer Studie zufolge bei internationalen Unternehmen aber wieder die Unsicherheit. Nach einer am Dienstag veröffentlichten Umfrage der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Pricewaterhouse-Coopers (PwC) sind nur noch 36 Prozent der Konzernchefs „sehr zuversichtlich“ hinsichtlich der Wachstumsaussichten ihrer Unternehmen für das laufende Jahr. 2012 hatten dies bei der traditionellen PwC-Umfrage vor dem Weltwirtschaftsforum noch 40 Prozent der befragten Wirtschaftslenker angegeben, 2011 waren es sogar 48 Prozent.

Die 43. WEF-Jahrestagung (23.-27.1.) steht unter dem Motto „Widerstandsfähige Dynamik“. Der Slogan soll laut Schwab verdeutlichen, das Wachstum Dynamik und zugleich sei eine größere Widerstandskraft erfordere, um plötzliche wirtschaftliche wie klimabedingten Schocks überstehen zu können.

Fast 50 Staats- und Regierungschefs haben sich zu dem Treffen in Davos angesagt, das an diesem Mittwoch beginnt. Unter ihnen sind Bundeskanzlerin Angela Merkel und Großbritanniens Premierminister David Cameron. Sie gehören, wie die Regierungschefs Russlands, Dmitri Medwedew, und Italiens, Mario Monti, zu den Hauptrednern.

Prominente Debattenteilnehmern sind auch die Chefin des Internationalen Währungsfonds (IWF), Christine Lagarde, und der Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB), Mario Draghi. Obwohl sich die Probleme der Eurozone in letzter Zeit etwas abgeschwächt haben, gehört die Staatsschuldenkrise in Europa und auch in den USA erneut zu den vorrangigen Themen. Auch zum Krieg in Syrien und dem Kampf gegen islamistische Extremisten in Mali wollen sich die Forumsteilnehmer austauschen.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
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