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Weltwirtschaftswachstum: EU rüffelt China, Japan und die USA

EU-Kommissionspräsident Barroso und Ratspräsident Van Rompuy fordern, dass alle G20-Länder das Weltwirtschaftswachstum fördern. Europa sei seiner Verantwortung nachgekommen, hieß es, jetzt seien die anderen dran.

Jose Manuel Barroso (links) und Herman Van Rompuy ermahnen die anderen G20-Länder, das Weltwirtschaftswachstum mehr zu fördern. Quelle: dapd
Jose Manuel Barroso (links) und Herman Van Rompuy ermahnen die anderen G20-Länder, das Weltwirtschaftswachstum mehr zu fördern. Quelle: dapd

BrüsselVor dem G20-Treffen im Juni verlangt die EU einen Beitrag der USA, Chinas und Japans zur Förderung des Weltwirtschaftswachstums. Die USA sowie Japan müssten ihre öffentlichen Haushalte in Ordnung bringen und China unter anderem einen freien Handel seiner Devise erlauben, heißt es in einem Brief von EU-Kommissionspräsident Jose Manuel Barroso und Ratspräsident Herman Van Rompuy an die 27 Mitglieder der Union.

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„Europa ist seiner besonderen Verantwortung für die Sicherung der Finanzstabilität in der Euro-Zone nachgekommen“, schreiben die beiden. „Nun ist es an allen G20-Mitgliedern, ihre Bemühungen zu verstärken, um eine nachhaltige weltweite Erholung der Wirtschaft sicherzustellen.“ Die Staats- und Regierungschefs der Gruppe der führenden Industriestaaten und Schwellenländer tagen am 18. und 19. Juni in Mexiko.

Barroso und Van Rompuy warnen die USA davor, am Ende des Jahres wieder in finanzielle Nöte zu kommen, weil die gesetzliche Obergrenze der Verschuldung vorher erreicht wird. Die EU-Staaten sollen daher in Los Babos die größte Volkswirtschaft dazu drängen, einen glaubwürdigen mittelfristigen Plan zum Schuldenbau vorzulegen.

  • 28.05.2012, 10:32 UhrMazi

    Das sehe ich auch so. Die sollten wirklich zum Arzt. Ich hatte bereits früher diesen Eindruck. Das können keine Repräsentanten der EU sein.

    Die ticken scheinbar nicht mehr ganz richtig.

  • 27.05.2012, 12:58 UhrWolfgangPress

    Nicht Asien ist am Zug, sondern Europa. Was sollen die Asiaten denn noch alles machen? Deren Konjunktur läuft wie geschmiert im Inland. Auch in Japan. Die EU könnte so z.B. die Mehrwertsteuersätze auf asiatisches Niveau senken. Hier einige Beispiele:

    Japan: 5% einheitlich
    Taiwan: 5% einheitlich
    Malaysia: 6% einheitlich
    Thailand: 7% einheitlich
    Korea 10% einheitlich
    Singapore 7% einheitlich
    VR China 13% regel und 3% ermäßigt

    Andorra, in Europa gelegen aber offenbar nicht EU-Mitglied kommt mit 4% aus. In der EU ist der Mindestsatz 16%.

  • 27.05.2012, 09:08 Uhrnetshadow

    Na endlich mal Stimmen aus Europa. Und so unrecht haben sie ja nun auch nicht. Auch in China drohen Blasen zu platzen, die USA sind sowieso mit Wachstum nicht gerade der "burner", naja, um die Japaner mache ich mir da am wenigsten Sorgen, dieses Volk wird ohne viel Aufhebens wieder wachsen.
    Die Europäer können also durchaus selbstbewußt auftreten, der Euro steht gut da. Mehr davon bitte.

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