Weniger Konflkte Zahl der Kriege 2016 leicht gesunken

Weltweit gab es im vergangenen Jahr weniger kriegerische Konflikte als im Vorjahr. Das geht aus einer Untersuchung des Heidelberger Instituts hervor. Afrika führt die traurige Liste der hochgewaltsamen Konflikte an.
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Die Intensität der Konflikte wird auch anhand der Flüchtlingszahlen gemessen. Das Foto zeigt das Flüchtlingslager 1 in Kakuma in Kenia. Insgesamt gibt es vier solcher Lager in Kakuma, in denen Flüchtlinge aus Somalia, dem Südsudan, Burundi, Ruanda, Kongo und anderen Krisenstaaten Ostafrikas untergebracht sind. Quelle: dpa
Flüchtlingslager Kakuma in Kenia

Die Intensität der Konflikte wird auch anhand der Flüchtlingszahlen gemessen. Das Foto zeigt das Flüchtlingslager 1 in Kakuma in Kenia. Insgesamt gibt es vier solcher Lager in Kakuma, in denen Flüchtlinge aus Somalia, dem Südsudan, Burundi, Ruanda, Kongo und anderen Krisenstaaten Ostafrikas untergebracht sind.

(Foto: dpa)

HeidelbergDie Zahl der Kriege ist 2016 nach einer Untersuchung des Heidelberger Instituts für Internationale Konfliktforschung (HIIK) leicht gesunken. Die Wissenschaftler stuften für das vergangene Jahr weltweit 18 Konflikte als Kriege ein. Das ist einer weniger als 2015. Neben den Kriegen in Syrien und Afghanistan zählten dazu etwa die Auseinandersetzungen im Jemen und im Südsudan, wie das Institut am Freitag mitteilte.

Zudem verzeichnete das am Institut für Politische Wissenschaft der Universität Heidelberg angesiedelte HIIK weltweit 402 Konflikte, von denen 226 unter Gewalteinsatz ausgetragen wurden. „In Europa zählte der anhaltende Kriegszustand in der Donbass-Region der Ukraine nach wie vor als einziger hochgewaltsamer Konflikt“, sagte Vorstandsmitglied Sara Engelberg. Entscheidend für die Einordnung sind die militärischen Mittel sowie die Folgen des Konflikts - von getöteten Menschen bis zu großen Flüchtlingsströmen.

Die Forscher ordnen die Auseinandersetzungen in ihrem „Conflict Barometer“ in fünf Intensitätsstufen ein - „Krieg“ ist die höchste. Die meisten hochgewaltsamen Konflikte wurden in Afrika südlich der Sahara registriert. In 8 der 48 Staaten habe es Auseinandersetzungen gegeben, die viele Menschen das Leben kosteten oder sie vertrieben.

Das sind die gefährlichsten Länder der Welt
Libyen
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Das Land ist vom Krieg zerrissen. Seit dem Sturz von Diktator Muhammad Gaddafi gilt Libyen als sogenannter „failed state“. Eine funktionierende Regierung gibt es nicht, Investoren machen um das Land einen großen Bogen. Mittlerweile ist das Land auch ins Visier der Terrorgruppe „Islamischer Staat“ gerückt. Kein Wunder also, dass Libyen laut der aktuellen Karte des Gesundheitsrisikos von „International SOS“ auch hinsichtlich der medizinischen Versorgung eines der gefährlichsten Länder der Welt ist.

Sierra Leone
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In kaum einem anderen afrikanischen Land wütete hat das Ebola-Virus so brutal, wie im westafrikanischen Sierra Leone, eines der ärmsten Länder der Welt. Die fehlende medizinische Versorgung und das zu späte Einschreiten der internationalen Staatengemeinschaft haben erst möglich gemacht, dass das Virus derart tödliche Ausmaße annahm. Die Ebola-Epidemie konnte mittlerweile eingedämmt werden. Dennoch ist Sierra Leone nach wie vor kein risikoloses Reiseziel.

Liberia
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Wie Sierra Leone leidet auch Liberia unter der Ebola-Epidemie. Auch hier wurde zu spät reagiert. Zur fehlenden medizinischen Versorgung kommen noch katastrophale hygienische Zustände und die fehlende Sensibilisierung der Bevölkerung hinzu. Viele Liberianer blieben in Kontakt mit erkrankten Angehörigen und weigerten sich, auf Beerdigungszeremonien zu verzichten, weshalb sich das Virus immer weiter verbreiten konnte.

Simbabwe
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Während Simbabwes Diktator Robert Mugabe in Saus und Braus lebt, lässt er seine Bevölkerung in bitterer Armut darben. Eine absurd hohe Inflation, eine hohe Sterblichkeitsrate und fehlende öffentliche Investitionen – das alles interessiert den greisen Diktator wenig. Zwar leidet Simbabwe nicht unter dem Ebola-Virus, angesichts der Armut des Landes ist es als Reiseziel allerdings nicht empfehlenswert.

Syrien
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Der Bürgerkrieg in Syrien hat bisher Tausende Menschenleben gekostet. Frieden ist nicht in Sicht. Besonders problematisch ist, dass die ungeordneten Verhältnisse in Syrien eine Brutstätte für Terrorismus sind. Für Reisende ist das Land daher besonders gefährlich. Auch die desolate Gesundheitsversorgung macht Syrien zu keinem sicheren Reiseziel.

Irak
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Irakische Fußballfans in den Straßen der Hauptstadt Bagdad: Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) sorgt in dem krisengeschüttelten Land für bürgerkriegsähnliche Zustände. Wilde Flüchtlingslager, eine schlechte medizinische Infrastruktur und die erhöhte Unsicherheit durch Anschläge und Bombendrohungen machen die Lebensumstände im Irak besonders prekär. Das ist keine Reise wert.

Gaza
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Zerstörungen in Gaza: Palästina ist nicht sicher. Insbesondere der Gazastreifen gilt als Pulverfass. Hier kommt es immer wieder zu Scharmützeln zwischen der radikal-islamischen Hamas und der israelischen Armee. Außerdem sorgen die durch das jüngste Bombardement zerstörten Gebäude für Gefahr. Aufgrund zerstörter Leitungen, Schwelbränden und offener Kanalisationen empfiehlt sich das eingemauerte Gaza derzeit umso mehr nicht für Reisende aus dem Ausland.

  • dpa
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