Weniger Kupfermünzen
Irland rundet Preise auf und ab

In Irland hat sich’s ausgeklimpert: Um Ein- und Zwei-Cent-Münzen zu sparen, werden die Preise in irischen Geschäften ab sofort auf die nächste Fünfer-Stelle gerundet. Denn die Kleinmünzen kosten mehr, als sie wert sind.

BrüsselIn Irland werden in Geschäften ab sofort die Preise auf die nächste Fünf-Cent-Stelle auf- oder abgerundet. Das Land habe am Mittwoch (28. Oktober) mit dieser Praxis begonnen, teilte die EU-Kommission am Donnerstag in Brüssel mit.

Das Ziel sei, künftig weniger Ein- und Zwei-Cent-Münzen im Umlauf zu haben. Wichtigster Grund dafür ist, dass die Kleinmünzen wegen der gestiegenen Preise für die Rohstoffe Kupfer und Stahl bei der Herstellung mehr kosten als sie wert sind. Rundungsregeln gibt es bereits in den anderen Euro-Ländern Belgien, Finnland und den Niederlanden.

In Irland gilt die Regel nur beim Bargeld, und zwar für die Summe des gesamten Einkaufs – nicht aber für den Preis jedes einzelnen Artikels im Einkaufswagen. Zahlt der Kunde mit Karte, wird weiter auf den Cent genau abgerechnet. Verbraucher können allerdings auch darauf bestehen, das Wechselgeld genau ausgezahlt zu bekommen.

Die Frage der Abschaffung von Kupfermünzen bewegt die Europäer seit der Einführung des Euro-Bargelds im Jahr 2002 immer wieder. Wie aus Kreisen der EU-Kommission verlautete, gibt es derzeit aber keine Pläne, die geltenden Regeln zu ändern. 2013 hatte die EU-Behörde schon einmal Vorschläge für einen möglichen Ausstieg aus dem Kleingeld gemacht, dies fand aber keine Unterstützung.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
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