Wenn Sie es genau wissen wollen …: Die wichtigsten Fragen zur Krim-Krise

Wenn Sie es genau wissen wollen …
Die wichtigsten Fragen zur Krim-Krise

Was will Putin auf der Krim? Und droht nun ein neuer Kalter Krieg? Wir beantworten alle wichtigen Fragen zum Krim-Konflikt, die Sie sich aus Scham bislang nicht getraut haben zu stellen.
  • 11

Kennen Sie das: Sie sitzen vor dem Bildschirm, lesen eine Meldung über die Krim-Krise oder den Bürgerkrieg in Syrien und alles was Sie verstehen, ist das Wörtchen „Bahnhof“? Dann ist diese Serie genau das Richtige für Sie! „Wenn Sie es genau wissen wollen…“ beantwortet Ihnen alle wichtigen Fragen zu aktuellen Themen, die Sie sich aus Scham bislang nicht getraut haben zu stellen.

Ukraine? Ich weiß nicht mal, wo man das Land auf dem Globus findet …

Je nach Größe des Globus liegt sie nur wenige Zentimeter von Deutschland entfernt. Die Ukraine ist ein Staat in Osteuropa, sie grenzt im Westen an Polen und im Osten an Russland. Und sie ist schwer zu übersehen: Legt man europäische Größenmaßstäbe an, handelt es sich bei der Ukraine um einen Giganten – Deutschland würde fast zwei Mal innerhalb der ukrainischen Grenzen Platz finden. Bei der Bevölkerungsgröße sieht es anders aus, rund 40 Millionen Menschen leben in der Ukraine - nur halb so viele wie in Deutschland.

Im November 2013 begann in der Ukraine eine Welle von Protesten, Hunderttausende demonstrierten gegen Präsident Wiktor Janukowitsch und seine Regierung. Sämtliche Gründe kann man angesichts solcher Massen nicht aufzählen, hier sind die zwei wichtigsten:

- Janukowitsch hatte angekündigt, die Wirtschaftsbeziehungen mit Russland auszubauen. Bei einem Besuch in Moskau sicherte er seinem klammen Land einen 15-Milliarden-Dollar-Kredit. Das Geld solle aus einem russischen Staatsfonds kommen und in ukrainische Staatsanleihen fließen, sagte Russlands Präsident Wladimir Putin. Darüber hinaus versprachen die Russen, den Preis für Gasexporte an die Ukraine deutlich senken. Zudem einigten sich beide Länder auf diverse Handelsabkommen.

- Janukowitsch stand zusätzlich unter Druck, weil die Wirtschaftsentwicklung seines Landes in seiner Regierungszeit nur eine Richtung kannte: abwärts. Hinzu kamen Korruptionsvorwürfe gegen den Präsidenten.

Vor allem in der Hauptstadt Kiew gingen in den folgenden Wochen regelmäßig zehntausende Menschen auf die Straßen. Janukowitsch reagierte seinerseits mit aller Härte auf die Demonstranten: Per Gesetz schränkte er Demonstrationsrechte und die Pressefreiheit ein, Sicherheitskräfte gingen gewaltsam gegen die Protestierenden vor. Mindestens 100 Menschen kamen ums Leben, mehr als tausend Menschen wurden verletzt. Doch Janukowitschs brachialer Einsatz zahlte sich nicht aus, die Proteste gingen weiter. Am 22.Februar gab Janukowitschs auf und setzte sich nach Russland ab. Das Land wird seither von einer Übergangsregierung regiert, in den kommenden Monaten sollen Neuwahlen stattfinden.  

Kommentare zu " Wenn Sie es genau wissen wollen …: Die wichtigsten Fragen zur Krim-Krise"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

  • Die EU ist der Hauptschuldige, dass Russland die Reißleine gezogen hat. Die gierige Ausdehnung der EU ist unerhört. Ebenso die NATO-Ausweitung in die Nähe Russlands, entgegen den Versprechungen des Westens. Wer soll eigentlich eine Pleite-Ukraine bezahlen? Deutschland mit seinen immensen Schulden kann es jedenfalls nicht.

  • Ich denke man hat im Konflikt um die Ukraine ein Stück Imperialismus vorliegen, nicht mehr und nicht weniger.

    Eine Seite, die USA und die EU versuchen ein Land aus der russischen Interessenssphäre herauszulösen und destabilisieren es, um die alte Regierung zu stürzen, die einen schwankenden Kurs zwischen EU und Russland verfolgt hat, um damit die Ukraine voranzubringen. Bis zum Sturz dieser Regierung war eine Eskalation der Gewalt vom Westen gewünscht und ist betrieben worden. Nach ihrem Sturz und der Einsetzung der neuen, sich nach Westen orientierenden Regierung, sind die Sprecher des westlichen Imperialismus zu verfechtern von Ruhe und Ordnung geworden.

    Die andere Seite (Russland) sieht ihr nationalstaatliches Fortkommen (Eurasische Union) durch die Herauslösung der Ukraine aus ihrem Einflussbereich bedroht, betreibt mindestens die Aufteilung der Ukraine und kann sich dabei, wie auch der Westen auf seine ukrainisch-nationalistische, auf eine prorussische Machtbasis Vorort stützen.

    Dieses Setup gibt keinen Grund für eine Parteinahme für die eine oder andere Seite ab. Es sind schon und werden, je nachdem, wie beide Seiten den Konflikt weiter eskalieren Menschen in diesem Konflikt sterben. Den russischen und sonstigen Ukrainern bleibt neben der deshalb angebrachten Verweigerung gegenüber westlichen und russischen Interessen nur die Rolle von nützlichen Idioten im Kampf um die Ukraine zwischen Russland und dem Westen. Das sollte man sich schenken.

  • Die Grünen sind die geborenen Deutschen-Hasser.

    Ihre Grund-Ideologie ist, dass Deutschland ewige Schuld und ewigen Reichtum zur Wiedergutmachung hat.

    Alles was Deuscthland schadet ist "gut". Deutschland halts Maul - ihre Devise.

    Aber gerade dieses Masslose in der Reue, die sie den Deutschen abverlangt wird, wird ihnen zum Verhängnis, weil Freiheitswille und Würde bei den Deutschen wieder durchspriessen von unten - den Grünen direkt durchs Herz bohrend.

    Die Deutschen müssen einfach Politiker und Medien abwerfen wie ein Katze ihre Zecken abwirft. Weg die Parasiten.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%