Wer ist Edward Snowden?
Liebesgrüße aus Moskau

James Bond war der berühmteste Agent, doch nun mischt ein anderer die Welt aus Russland auf: Computer-Nerd, Ex-Spion, Staatsfeind Nr. 1 der USA, Edward Snowden. Wie der 30-Jährige zum weltberühmten Whistleblower wurde.
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Es ist dieser kleine Moment, in dem Edward Snowden ganz kurz Gefühl zeigt. Als er in dem Hongkonger Hotel sitzend erklärt, dass die Straße runter die CIA ein Büro hat und die Kollegen wohl in den nächsten Wochen viel zu tun bekommen werden. Da lacht er.

Es ist ein kurzes, feines Lachen, es erreicht seine Augen. Es ist keines des Triumphes, es wirkt eher amüsiert – und erstaunt von seiner eigenen Geschichte. Er lacht es in dem Interview, das Guardian-Kolumnist Glenn Greenwald Anfang Juni geführt hat, kurz bevor er mit dem Guardian die ersten Dokumente veröffentlichte und die Geschichte nicht mehr aufzuhalten war. Zu diesem Zeitpunkt haben der Journalist und die Dokumentarfilmerin Laura Poitras längst schon eine Ahnung davon, wie groß das Ding wird. Es wird die Geschichte ihres Lebens. Und die von Edward Snowden.

Hatte Snowden diese Ahnung auch? Menschen, die den jungen, unscheinbaren Mann mit der randlosen Brille in den vergangenen Monaten getroffen haben – von Greenwald bis zu Snowdens Hongkonger Anwalt – berichten davon, dass der 30-Jährige selbst von dem Ausmaß der Offenlegung der NSA-Machenschaften überrascht war und lange nicht damit gerechnet hatte, dass er für immer auf der Flucht sein würde. Jetzt ist klar: Deutschland wird den Status nicht beenden, denn Berlin wird Snowden keinen Aufenthalt in Deutschland gewähren. Höchstens zu Gesprächen nach Moskau fliegen. Das ist das Ergebnis des Parlamentarischen Kontrollgremiums, das heute tagte.

Vergangene Woche in Moskau: Snowden bekommt einen Whistleblower-Preis überreicht. Er wirkt entspannter als noch vor Monaten, redet akzentuierter als er vom datenhungrigen Staat spricht, der einfach alles sammelt unter dem Motto „Vielleicht kann man es ja mal brauchen“. Wütend auf den Staat wirkt er nicht.

Er redet sich nicht in Rage. In der Öffentlichkeit verliert er nie die Contenance, polemisiert nicht, holt nicht zum großen verbalen Rundumschlag aus. Er bleibt sachlich, ruhig, seine Stimme ist tiefer als sein schmächtiger, mädchenhafter Körper vermuten lässt, sie klingt stets etwas rau und heiser.

Es sind diese kleinen Episoden, mit denen die Öffentlichkeit versucht, sich ein Bild von dem Mann zu machen, der einen der größten Skandale überhaupt aufgedeckt hat. Von dem alle Welt gehört hat, aber kaum jemand etwas weiß. Von seinen Motiven und seinem Charakter wird – wie vermutlich von vielen anderen Details vieles in Dunkeln bleiben. Was ihn letztlich antrieb, ob der russische Geheimdienst wirklich keinen Zugang zu seinen Daten hatte, wie er stets betont – es ist wahrscheinlich, dass Antworten darauf ausbleiben.

Edward Joseph Snowden wurde 1983 geboren. Er lebt mit seinen Eltern und der Schwester zuerst in North Carolina, dann in Maryland. Sein Vater ist Beamter der Küstenwache, die Mutter Angestellte am Bezirksgericht. 2002 trennen sich seine Eltern.

Kommentare zu " Wer ist Edward Snowden?: Liebesgrüße aus Moskau"

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  • Was lese ich bei den Kommentaren.Die duemmliche Arroganz von selbstgerechten WESTERNERN. Scheinheiligkeit und ALLES-BESSER-WISSEN das sind die Symptone. Hatten wir in D. schon einmal die hatten den Beunamen BESSERWESSIES. Kratzt bitte nicht an dieser SCHOENEN Welt.Kommt einer Gehirnwaesche ziemlich nhae.

  • Ich verfolge das Ding - da genug Zeit - schon lange. Meine Quellen sind das übliche Internet. Ich glaube Snowden zwar als Resultat und persönlicher Intuition. Aber wenn er das System kritisiert, dann sind auch die Quellen fragwürdig. Also fragt man sich unweigerlich, was man überhaupt glauben soll, wenn es um Grundsätze gehen soll. Deshalb bleibt eine Rest-Unsicherheit bei der Beurteilung Snowdens.

    Er kritisiert das System grundlegend, weil er einen Staat im Staate postuliert und Vertsrickungen erahnen lässt, die man besser nicht für wahr halten will. Und besonders durch die Art und Weise wie er verfolgt wurde, gewinnt er an Glaubwürdigkeit bei den Kritikern einerseits und andereseits an Überhöhung bei den Anhängern der ersten Stunde, zu denen meine Unwichtigkeit zählt.

    Ich glaube das Thema wird uns noch lange beschäftigen. Danke an die Medien, die darüber berichten. ( Noch, bzw dürfen, können, wollen...)

  • Hat jemand mal schon hinter den Vorhang gesehen?
    Liest jemand zwischen den Zeilen.

    Snowden soll plötzlich der Freund sein und erzählt uns dass was in diversen Verschwörungsforen schon längst belegt und bewiesen ist und dass auch nicht erst seit gestern!!!!

    Was wäre wenn er oder seine Strippenzieher ein falsches Spiel spielen und er ein Trojaner ist.

    Geschichte wiederholt sich !!!

    Wie fing der erste Weltkrieg an!

    Durch ein Attentat!?

    Wie fing der zweite an!

    Durch den Angriff der Polen auf Deutschland, Nein!

    Also was wollt ihr glauben und was wisst ihr, oder werdet ihr nur alle manipuliert?

    Goebbels könnte dass auch und auch Hitler und alle sind denen gefolgt und haben alles geglaubt und gemacht was die gewollt haben.

    Keiner weiß es wirklich.

    Ist die Sonne schwarz oder weiß?

    Versucht mal selber zu denken ohne andere für euch denken zu lassen, sonst seit ihr fremdgesteuert.

    Probiert es aus.

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