Wertpapier-Transfers
EU-Kommissar will Schattenbanken unter Kontrolle bringen

EU-Binnenmarktkommissar Michel Barnier zweifelt daran, dass die Richtlinie zu Alternativen Investmentfonds die umfangreichen Transfers zu Hedge-Fonds und anderen Schattenbanken ausreichend erfasst.
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BrüsselDie EU-Kommission will die umfangreichen Wertpapier-Transfers von Banken an Hedge-Fonds und andere Schattenbanken unter Kontrolle bringen. „2015 steht die erste Revision der EU-Richtlinie zu Alternativen Investmentfonds (AIFM) an“, sagte EU-Binnenmarktkommissar Michel Barnier in einem Interview mit dem Handelsblatt (Freitagausgabe). „Dann wird unter anderem zu prüfen sein, ob die AIFM-Richtlinie die umfangreichen Transfers zu Hedge-Fonds und anderen Schattenbanken ausreichend erfasst. Meiner Meinung ist das nicht der Fall“, sagte Barnier.

Allein 2014 werden Europas Banken Kreditportfolios im Wert von 80 Milliarden Euro an Schattenbanken verkaufen, schätzt die Beratungsfirma PwC. Finanzaufseher sehen im rapiden Wachstum der kaum regulierten Schattenbanken ein Stabilitätsrisiko für die Finanzmärkte insgesamt. Die Chefin der deutschen Finanzaufsicht Bafin, Elke König, hatte vor wenigen Tagen „mehr Transparenz“ in diesem Bereich gefordert. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) verlangte eine bessere weltweite Regulierung der Schattenbanken.

Die EU-Kommission hat zu dem Thema bislang zwei neue Gesetzentwürfe vorgelegt: Vorschriften für die Geldmarktfonds mit festem Anteilswert sowie Transparenz-Regeln für den Eigenhandel von Schattenbanken.

Ruth Berschens leitet das Korrespondenten-Büro in Brüssel.
Ruth Berschens
Handelsblatt / Büroleiterin Brüssel

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