Westafrika
Ghana wählt Nachfolger von Kufuor

Im westafrikanischen Staat Ghana waren am Sonntag 12,4 Mio. Bürger zur Wahl eines neuen Präsidenten aufgerufen. Um die Nachfolge von Präsident John Kufuor bewarben sich acht Kandidaten. Die besten Chancen hatten der von Kufuor unterstützte Nana Akufo-Addo von der Neuen Patriotischen Partei (NPP) und Oppositionsführer John Atta Mills vom Nationaldemokratischen Kongress.

HB ACCRA. Kufuor darf nach zwei Amtszeiten nicht noch einmal antreten. Unter seiner Regierung hat Ghana in den vergangenen acht Jahren einige wirtschaftliche Erfolge erzielt. Das Wachstum des Sozialprodukts erreichte im Durchschnitt sechs Prozent. Der Wert der Auslandsinvestitionen ist gar um 2 000 Prozent gestiegen. Die Exporte sind von 1,6 Mrd. Dollar im Jahr 2001 auf 4,2 Mrd. geklettert. Allerdings sind nach wie vor weite Teile des Landes ohne Stromversorgung, und selbst in der Hauptstadt Accra hinkt die hygienische Versorgung den internationalen Standards hinterher.

Die Wahl gilt als Beleg für die demokratischen Entwicklung von Ghana zwischen zwei Staaten, die politische Probleme haben: In Togo regiert seit 41 Jahren dieselbe Familie, und die Elfenbeinküste überwindet gerade erst die Belastungen aus dem Bürgerkrieg. "Die Bedeutung dieser Wahl ist, dass Ghana der Welt sagt: "Wir verstehen die Notwendigkeit der Demokratie und wir können das schaffen', sagte der ghanaische Politikwissenschaftler an der US-Universität von Delaware, Akwasi Osei.

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