Westliche Sanktionen
Starker Rückgang von Exporten nach Russland

Der Ost-Ausschusses der deutschen Wirtschaft erwartet einen Rückgang der deutschen Exporte nach Russland um 20 Prozent. Die westlichen Sanktionen gefährden demnach Tausende Arbeitsplätze in Deutschland.
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BerlinDie westlichen Sanktionen, der Rubel-Verfall und der Niedergang der russischen Wirtschaft dürften die deutschen Ausfuhren nach Russland nach Angaben des zuständigen Wirtschaftsverbandes um ein Fünftel gedrückt haben. „Für das Gesamtjahr 2014 erwarten wir einen Rückgang der deutschen Exporte nach Russland um rund 20 Prozent“, sagte am Donnerstag der Vorsitzende des Ost-Ausschusses der deutschen Wirtschaft (OA) Eckhard Cordes der Nachrichtenagentur Reuters. Das entspreche einem Handelsvolumen von rund sieben Milliarden Euro und gefährde in Deutschland rund 50.000 bis 60.000 Arbeitsplätze. Hinzu komme ein Vertrauensverlust, der deutsch-russische Kooperationsprojekte immer stärker belaste.

Cordes hatte am Mittwochabend mit der Spitze seines Verbandes Ukraines Ministerpräsident Arseni Jazenjuk in Berlin getroffen. Er warnte am Donnerstag alle Beteiligten am Konflikt in der Ukraine, die „Rhetorik der Konfrontation“ zu beenden. Eine Lösung müsse auf dem Verhandlungsweg gefunden werden. Sonst drohe im neuen Jahr eine weitere massive Verunsicherung der Wirtschaft. Investoren wie Exporteure bräuchten Sicherheit und Stabilität.

Die Sanktionen gegen Russland würden zwar von der deutschen Wirtschaft umgesetzt. „Letztendlich sollte aber gerade auch im Interesse der wirtschaftlichen Entwicklung der Ukraine der Ausstieg aus den Sanktionen angegangen werden“, sagte Cordes. Er verwies auf die enge wirtschaftliche Verflechtung der beiden ehemaligen Sowjetstaaten.

Der Ost-Ausschuss-Chef sprach sich in diesem Zusammenhang für die Schaffung einer gemeinsamen Freihandelszone von EU, Russland und wichtige Nachbarländer aus. „Wir werben (...) für direkte Gespräche zwischen der Europäischen Kommission und der Eurasischen Wirtschaftskommission über eine gemeinsame Wirtschaftsarchitektur, also über eine gemeinsame Freihandelszone, an der auch die Ukraine partizipieren kann“, sagte er. Dann kämen die geografischen Standortvorteile der Ukraine als Brücke zwischen West und Ost auch zum Tragen.

Der Ost-Ausschuss gilt als Stimme und Interessenvertreter der in Osteuropa engagierten deutschen Unternehmen. Er betreut neben Russland und der Ukraine 19 weitere Länder der Region.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Westliche Sanktionen: Starker Rückgang von Exporten nach Russland"

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  • Das Bsp sollte wohl eher so sein:

    Sie sind der Bäcker und verkaufen in Ihrer Gegend ihre Brötchen.
    Nun verbietet Ihre Mutter Ihnen Ihre Brötchen dort zu verkaufen, einfach umziehen können Sie nicht und neue Kunden kommen nicht einfach zu Ihnen, die müssen Sie selber finden.

  • Starker Rückgang von Exporten nach Russland



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    Starker Rückgang von Exporten nach Russland ???

    Von Arbeitnehmer wird Flexibilität abverlangt...

    warum können Industrielle nicht flexibler werden ???

    Wenn mein Bäcker an der Straßenecke schließt...

    dann verhungert man deswegen nicht...

    sondern man geht wenn es sein muss

    zwei Straßen weiter zum nächster Bäcker !!!






  • Seitdem wir EZB und Draghi haben, braucht es bald schon keine reale Wirtschaft mehr.

    Ein paar Billionen Kunstgeld, steigende Märkte und willfährige Ankündigungen reichen doch - wie man sieht - völlig aus, es uns gut gehen zu lassen.

    Gesellen sich dann auch noch einige dummerhaftige Sprüche dazu, kann doch nichts mehr schief gehen.

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