Widersprüchliche Angaben zum Ausgang der palästinensischen Kommunalwahl
Sowohl Hamas als auch Fatah sehen sich als Sieger bei Wahlen im Westjordanland

Das offizielle Ergebnis der Kommunalwahl im Westjordanland lässt weiter auf sich warten. Am Samstag erklärten sich sowohl die Fatah-Bewegung als auch die radikale Hamas zum Wahlsieger.

HB BERLIN.Nach der ersten Runde der Kommunalwahl in den Palästinensergebieten beanspruchen sowohl die radikale Hamas als auch die Fatah den Sieg im Westjordanland für sich. Das wird auf der Website des arabischen Fernsehsenders Al Dschasira berichtet. Das offizielle Ergebnis, eigentlich für den heutigen Samstag angekündigt, wird ohne Angaben von Gründen erst am Sonntag bekannt gegeben.

Nach einem vorläufigen Ergebnis, das am Freitag veröffentlicht wurde, errang die Fatah in 14 der 26 Gemeinden, in denen gewählt wurde, die Mehrheit der Stimmen. Die Hamas errang diesen Angaben zufolge in 9 der 26 Gemeinden die Mehrheit.

Ranghohe Mitglieder der Hamas erklärten dagegen am Samstag, sie hätten bei der Wahl am Donnerstag in 13 Städten die Mehrheit gewonnen.

Der palästinensischen Rundfunk verkündete, die Fatah habe 200 der rund 300 Sitze in den 26 gewählten Stadt- und Gemeinderäten erobert. Die übrigen Sitze seien an die radikalislamische Hamas und unabhängige Kandidaten gegangen.

Wahlbeobachter gehen laut Al Dschasira von einer Wahlbeteiligung von bis zu 90 Prozent aus. Die Kommunalwahl im Westjordanland wird als Kraftprobe zwischen der Fatah und der radikalen Hamas angesehen – und als Probe für die Organisation der Präsidentschaftswahl am 26. Januar. Die Hamas hatte angekündigt, die Präsidentschaftswahl zu boykottieren.

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