Widerstand der östlichen EU-Staaten
Polen will Alternative zu Ostsee-Pipeline

Mit Hilfe der EU will Polen die geplante Ostsee-Erdgaspipeline zwischen Russland und Deutschland verhindern.

HB VILNIUS. Für ein alternatives Leitungssystem durch die baltischen Staaten und Polen gebe es positive Signale der Europäischen Kommission, sagte Litauens Wirtschaftsminister Vytas Navickas am Montag der Nachrichtenagentur Reuters. Minister der vier Länder würden noch in dieser Woche einen Brief an die Kommission unterzeichnen, um finanzielle Unterstützung für eine Machbarkeitsstudie zu erhalten.

Das Ostsee-Pipeline-Projekt unter Führung des russischen Gasmonopolisten Gazprom und Beteiligung von BASF und Eon stößt bei den neuen östlichen EU-Staaten auf massiven Widerstand. Die baltischen Staaten und Polen fürchten, dass Russland nach der Fertigstellung der Leitung die durch ihre Länder führenden Pipelines abstellen könnte, die ihre eigene Energieversorgung sichern. In die neue Land-Pipeline mit Namen Amber könnte Navickas zufolge auch norwegisches Gas importiert werden. Litauen hat zudem bereits in der Vergangenheit starke Bedenken über die Umweltverträglichkeit der Ostsee-Pipeline des Nord-Stream-Konsortiums geäußert.

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