Widerstand
Syrien verstärkt Druck auf Bewohner von Homs

Die drittgrößte Stadt Syriens, Homs, gilt als Hochburg des Widerstands gegen das Regime von Präsident Baschar al-Assad. Nun sollen syrische Streitkräfte ein Wohnviertel in der Stadt beschossen haben.
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Damaskus/BeirutSyrische Streitkräfte haben am Donnerstag das Wohnviertel Bab al-Sebaa in Homs beschossen. Videos, die von Aktivisten ins Internet gestellt wurden, zeigten ein von einer Panzergranate getroffenes und brennendes Haus. Auf anderen Videos war anhaltendes Feuer aus automatischen Waffen zu hören, gelegentlich stieg Rauch auf. Über Opfer wurde zunächst nichts bekannt. Mindestens 20 Menschen seien festgenommen worden, sagte der in Beirut lebende syrische Exil-Aktivist Omar Idibli.

Die Echtheit der Videos kann nicht überprüft werden. Unabhängige Journalisten dürfen derzeit in Syrien nicht vor Ort arbeiten. „Sicherheitskräfte schießen seit den frühen Morgenstunden in den Straßen von Homs, um die Bürger daran zu hindern, an Protesten teilzunehmen“, meinte Idlibi. Nach einem Bericht des arabischen Fernsehsenders Al-Arabija würden zudem Angehörige der regimetreuen Schabiha-Miliz Wohnungen überfallen und Geschäfte plündern.

Homs, die drittgrößte Stadt des Landes, gilt als Hochburg des Widerstands gegen das Regime von Präsident Baschar al-Assad. In den vergangenen Tagen waren dort beim gewaltsamen Vorgehen der Regimetruppen Dutzende Bürger getötet worden.

Aktivisten riefen für diesen Freitag zu neuen, machtvollen landesweiten Protesten auf. Die Kundgebungen nach dem Mittagsgebet sollen diesmal der Unterstützung der Menschen in Homs gelten und ihre Toten ehren, hieß es in den Aufrufen, die über die Internet-Plattform Facebook verbreitet wurden.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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