Widerstand von Frankreichs Gewerkschaften
Streik gegen Privatisierungspläne

Die Pläne der französichen Regierung zur Privatisierung der staatlichen Energiekonzerne stoßen auf Widerstand. Gewerkschaften haben aus Protest für den 15. Juni zu einem landesweiten Streik aufgerufen.

HB PARIS. Von dem ganztägigen Streik werde vor allem das Energieunternehmen Electricite de France (EdF) betroffen sein, teilte die einflussreiche Gewerkschaft CGT am Dienstag mit. Am 15. Juni wird sich das französische Parlament mit einer Änderung des Status von EdF und Gaz de France (GdF) befassen - ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur Privatisierung. Die Einbringung eines entsprechenden Gesetzes ist vier Wochen danach geplant.

Finanzminister Nicolas Sakozy schloss unterdessen eine mögliche Fusion des Stromversorgers EdF mit dem Gasversorger GdF bei einem Treffen am Dienstag mit Vertretern von Management und Belegschaft beider Unternehmen nicht aus. Allerdings könnten durch einen Zusammenschluss Wettbewerbsprobleme auftreten, sagte er. „Ich habe nicht gesagt, dass ich die Tür in Bezug auf eine Entscheidung über einen möglichen Zusammenschluss von EdF und GdF ganz schließen werde“, sagte der Minister.

Die Gewerkschaften haben bereits für den 27. Mai zu Streiks und Demonstrationen in Paris gegen die Pläne der Regierung aufgerufen, Anteile an den Energieunternehmen EdF und GdF zu verkaufen. Die Gewerkschaften befürchten Entlassungen, schlechtere Arbeitsbedingungen und eine schlechtere Altersversorgung bei einer Privatisierung. Für den 13. und 19. Mai sind die Beschäftigten der beiden Unternehmen zu kurzfristigen Arbeitsniederlegungen aufgerufen.

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