Widerstand von großen CO2-Emittenten: Gemeinsam gegen die globale Erwärmung

Widerstand von großen CO2-Emittenten
Gemeinsam gegen die globale Erwärmung

Eine schlagkräftige Umweltorganisation der Vereinten Nationen soll den Kampf gegen den Klimawandel aufnehmen. 46 Staaten, darunter auch Deutschland, stellten sich hinter eine Initiative des französischen Staatspräsidenten Jacques Chirac. Widerstand kam von großen CO2-Emittenten wie den USA, Indien, China und Russland.

HB FRANKFURT/MAIN. Eine Umweltorganisation der Vereinten Nationen soll nach dem Willen von 46 Staaten den Kampf gegen die globale Erwärmung aufnehmen. Ihre Regierungen, darunter die deutsche, stellten sich am Samstag zum Abschluss einer zweitägigen Konferenz in Paris hinter die Initiative des französischen Staatspräsidenten Jacques Chirac, das UN-Umweltprogramm (UNEP) zu stärken.

Widerstand kam von großen CO2-Emittenten wie den USA, Indien, China und Russland. Sie fürchten, eine gestärkte UN-Umweltorganisation (UNEO) könnte scharfe Regeln zum Umweltschutz festlegen und ihre Einhaltung erzwingen. Zu den Befürwortern zählt dagegen der deutsche Umweltminister Sigmar Gabriel (SPD): „Wir brauchen international schlagkräftige und effektive Strukturen“, sagte er. Deswegen müsse das Umweltprogramm zu einer Organisation aufgewertet werden. Auch der frühere US-Vizepräsident Al Gore schloss sich der Initiative an.

Nach dem alarmierenden UN-Klimabericht kam es zwischen der Kommission der Europäischen Union und der Bundesregierung zu einem Streit über den deutschen Klimaschutz-Beitrag. EU-Umweltkommissar Stavros Dimas bescheinigte Deutschland ehrliche Bemühungen. Es sei „aber leider derzeit keineswegs Vorreiter beim Klimaschutz“. Dagegen betonte Bundeskanzlerin Angela Merkel die deutsche Vorreiterrolle. Schon heute erbringe Deutschland allein 75 Prozent der Treibhausgas-Senkung, die die EU insgesamt zwischen 2008 und 2012 schaffen müsse.

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Die deutsche Autoindustrie kündigte am Samstag Milliarden-Investitionen zur Senkung des CO2-Ausstoßes an. Die EU-Initiative für einen konsequenteren Klimaschutz sei richtig, schrieb der Präsident des Verbandes der deutschen Automobilindustrie (VDA), Bernd Gottschalk, in den „Stuttgarter Nachrichten“. Die Automobilwirtschaft werde sich maßgeblich beteiligen und hohe Milliardenbeträge investieren. Wie Merkel wandte sich auch Gottschalk gegen einen einheitlichen Schadstoff-Grenzwert.

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