Wieder feindselige Töne
Irans Präsident zweifelt am Holocaust

Der iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad hat seine Abneigung gegen Juden und gegen den Staat Israel einmal mehr auf drastische Weise kundgetan: Der erzkonservative Politiker zog den Holocaust in Zweifel und schlug vor, den Staat Israel nach Europa zu verlegen.

HB TEHERAN. Ahmadinedschad sagte nach einer Meldung der amtlichen iranischen Nachrichtenagentur Irna während einer Pressekonferenz im saudiarabischen Mekka: „Einige europäische Länder pochen darauf, dass Hitler Millionen unschuldiger Juden in Öfen getötet hat und sie pochen darauf so sehr, dass sie jeden verurteilen und ins Gefängnis werfen, der etwas Gegenteiliges beweist. Wir akzeptieren diese Behauptung nicht. Aber wenn wir davon ausgehen, dass sie wahr ist, dann haben wir folgende Frage an die Europäer: Ist die Tötung unschuldiger jüdischer Menschen durch Hitler der Grund für eure Unterstützung für die Besatzer Jerusalems?“

Dem fügte Ahmadinedschad hinzu: „Wenn die Europäer ehrlich sind, dann sollten sie einige ihrer Gebiete in Europa - zum Beispiel in Deutschland, Österreich oder anderen Ländern - den Zionisten geben und dann können die Zionisten ihren Staat in Europa bilden. Bieten sie einen Teil Europas an und wir werden das unterstützen.“

Der Zionismus war die jüdische Nationalbewegung, die zur Gründung des Staates Israel führte. Jerusalem gehört zu den heiligsten Städten des Islams und ist die Hauptstadt Israels. Der Iran ist eine Islamische Republik. Vor wenigen Wochen hatte Ahmadinedschad gefordert, Israel von der Landkarte zu tilgen, und damit weltweit Empörung ausgelöst. Der Präsident ist ein Vertreter der erz-konservativen Strömungen im Land, die Israel und die USA als Erzfeinde betrachten.

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