Wieder Polizisten verletzt
Krawalle in Belfast ebben nicht ab

Die dritte Nacht in Folge ist es in der nordirischen Hauptstadt Belfast zu Ausschreitungen protestantischer Extremisten gekommen. Bis zum frühen Dienstagmorgen griffen mehrere hundert Randalierer Polizisten mit Steinen, Brandbomben und Feuerwerkskörpern an und zündeten Fahrzeuge an.

HB LONDON. Bei den neuen Krawallen wurden in der Nacht wieder mindestens zehn Polizisten verletzt. Nach britischen Medienberichten sind unter 19 Festgenommenen mehrere Jugendliche.

Im westlichen Teil von Belfast gingen etwa 40 Benzinbomben auf die Sicherheitskräfte nieder. Extremisten entführten mehrere Fahrzeuge und steckten sie in Brand, um sie dann zur Errichtung von Straßenblockaden einzusetzen. Eine Frau berichtete, sie sei aus ihrem Auto gezerrt worden, das anschließend mit Benzin übergossen und angezündet wurde. Die Sicherheitskräfte gingen unter anderem mit Wasserwerfern gegen die Extremisten vor.

Am Wochenende war es in Belfast zu den schwersten Unruhen seit zehn Jahren gekommen. Dabei waren insgesamt 50 Polizisten verletzt worden. Auslöser der Krawalle war die amtlich verfügte Umleitung eines traditionellen Marsches des protestantischen Oranierordens. Damit sollte verhindert werden, dass es beim Umzug der pro-britischen Protestanten durch vorwiegend katholische Wohngebiete zu Zusammenstößen kommt.

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