Wieder Tote bei Anschlägen
Bush sieht Fortschritte im Irak

Am dritten Jahrestag des Kriegsbeginns hat US-Präsident George W. Bush die Erfolge seiner Irak-Politik verteidigt. Die Medien ignorierten die guten Nachrichten, weil Bilder von Bombenexplosionen und Anschlägen spektakulärer seien, sagte Bush.

HB CLEVELAND/BAGDAD. Als Beispiel für die erfolgreiche Arbeit der amerikanischen und irakischen Truppen im Kampf gegen den Terrorismus nannte Bush am Montag die Operation in Tal Afar im September. Dort sei es gelungen, die Aufständischen dauerhaft zu vertreiben. Die positiven Entwicklungen wie die in Tel Afar seien wenig nachrichtenträchtig, bedauerte Bush. Der Erfolg „gibt Anlass zur Hoffnung für einen freien Irak“, erklärte jedoch der Präsident.

„Angesichts der andauernden Berichte über Morde und Vergeltungsmaßnahmen verstehe ich, dass das Vertrauen einiger Amerikaner erschüttert ist“, sagte Bush in Cleveland. „Andere betrachten die Gewalt, die sie jeden Abend im Fernsehen sehen, und sie fragen sich, wie ich so optimistisch bleiben kann.“ Das Beispiel von Tal Afar gebe ihm Vertrauen in die amerikanische Strategie. Diese Strategie habe jedoch erst erarbeitet werden müssen. „Es hat Zeit gebraucht, um die Brutalität des Feindes im Irak zu verstehen und sich ihr anzupassen.“

Bush droht dem Iran

US-Präsident Bush hat parallel dem Iran mit einem Militärschlag gedroht, sollte Teheran seinen verbalen Drohungen gegen Israel Taten folgen lassen. „Iran hat die Absicht, unseren engen Verbündeten Israel zu zerstören. Das ist eine ernsthafte Bedrohung für den Weltfrieden“, sagte Bush auf eine Frage der Presse. „Ich habe schon klar gesagt und betone dies erneut: Wir werden Militärmacht einsetzen, um unseren Verbündeten Israel zu schützen.“

Mindestens acht Sicherheitskräfte getötet

Die Aufständischen im Irak setzten unterdessen ihre Anschläge mit unverminderter Härte fort. Bei Detonationen von Sprengsätzen wurden am Montag in und um Bagdad wieder mindestens acht Sicherheitskräfte in den Tod gerissen. In der irakischen Hauptstadt wurden auch erneut 15 von Kugeln durchsiebte Leichen gefunden, darunter ein 13-jähriges Mädchen. Die Behörden gingen davon aus, dass es sich um die jüngsten Opfer der eskalierenden Gewalt zwischen schiitischen und sunnitischen Extremisten handelte.

Auf den Straßen in Bagdad wurde zum dritten Jahrestag des Kriegsbeginns scharfe Kritik an den USA laut. „Seit sie in den Irak kamen, haben wir nichts bekommen“, sagte der Iraker Ali Seidan. „Drei Jahre sind für das irakische Volk ins Land gegangen, und es leidet immer noch psychisch und wirtschaftlich.“

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