Wiederaufbau
Harte Zeiten für das neue World Trade Center

Zehn Jahre nach dem Anschlag ist auf Ground Zero erst ein einziges Hochhaus fertig gestellt worden. Das hat aber nicht nur mit der Geschichte zu tun, sondern auch mit den aktuellen Marktbedingungen.
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New YorkAuf Hochglanz polierter schwarzer Granit, funkelnde Messing-Einlagen und eine Batterie Flachbildschirme dominieren das Marketingzentrum von New Yorks Baulöwen Larry Silverstein. Im zehnten Stock von World Trade Center Nummer 7, dem einzigen fertigen Hochhaus an Ground Zero, empfängt er Gäste und potenzielle Mieter für die Wolkenkratzer, die er an diesem emotionalen Platz bauen will. „Das World Trade Center steht eindeutig für das beste von New York“, sagt der 80-Jährige  bedeutungsvoll in einem aufwändig gestalteten Begrüßungsvideo. Und: „Es wurde entworfen für Unternehmen, die ihre Branchen anführen.“

Doch diese Unternehmen - sprich Mieter - wollen in wirtschaftlich schwerer Zeit zunächst einmal eingefangen sein. Und die Zeiten sind schwer: Die Experten der Immobilienberatung Jones Lang LaSalle schätzen, dass der Leerstand im Süden von Manhattan in den nächsten drei Jahren von jetzt 9,5 Prozent auf 15 Prozent steigen wird. Und ausgerechnet in diese  Phase hinein sollen fünf neue Wolkenkratzer  entstehen - fast eine Millionen Quadratmeter neuer Fläche.

Ein großer Teil davon ist so genannter „spekulativer Büroraum“, räumt Silversteins rechte Hand, Dara McQuillan ein. Was soviel heißt wie: Silverstein wettet darauf, dass die Mieter schon noch kommen werden. Sein Argument: Imagegewinn und Kostensenkung. Die Gebäude seien „grün“, sagt McQuillan und meint damit im typischen New Yorker Bauherrensprech: Sie genügen den neuesten Ansprüchen an Umweltstandards. „Viele Firmen wollen das heute und wollen mit ihrem ‚grünen Büros’ werben.“

Hier können sie das noch mit einer der ersten Adressen in New York kombinieren“, fügt er hinzu. Unter anderem damit habe man auch die deutsche Landesbank WestLB davon überzeugen können, in World Trade Center 7 einzuziehen.

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