Wiederaufbau von Syrien
Russlands seltsames Angebot an die EU

Syriens Infrastruktur ist völlig zerstört – auch durch russische Bombardements. Mit dem Militäreinsatz sieht der Kreml seine Schuldigkeit im Syrien-Konflikt getan. Das Geld für den Wiederaufbau sollen andere liefern.
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MoskauRussland sieht sich als wichtigsten Partner Syriens. Doch wenn es um die Instandsetzung der zerstörten Infrastruktur in dem Land geht, darf der sonst geschmähte Westen gerne aushelfen: Wie nun bekannt wurde, hat der stellvertretende russische Außenminister Michail Bogdanow in der vergangenen Woche bei einem Treffen mit den EU-Botschaftern in Moskau diesen vorgeschlagen, sich mit einer zweistelligen Milliardensumme am Wiederaufbau Syriens zu beteiligen. Moskau selbst hingegen will sich nach Angaben der Financial Times unter Berufung auf einen nichtgenannten westlichen Diplomaten dabei nicht engagieren.

Die russische Offerte ist bei den EU-Botschaftern erwartungsgemäß auf wenig Enthusiasmus gestoßen. Mehrere verwiesen darauf, dass die Schäden unter anderem auch durch das massive Bombardement der russischen Luftwaffe hervorgerufen wurde, die insbesondere in der Großstadt Aleppo großflächige Zerstörungen hinterlassen hat.

Zudem ist das Vertrauen in Syriens Staatschef Baschar al-Assad im Westen nach wie vor gering. Während er für Russland ein wichtiger Verbündeter bleibt, der ihnen Militärstützpunkte in der Region sichert, werfen ihm westliche Regierungen vor, durch Unterdrückung und Menschenrechtsverletzungen die Ursachen für den Bürgerkrieg gelegt zu haben. Neben Großbritannien und Frankreich sollen auch Vertreter der Niederlande erklärt haben, dass unter Assad kein dauerhafter Frieden in Syrien möglich sei. Ein Wiederaufbau des Landes sei daher zu diesem Zeitpunkt wenig sinnvoll, so das Argument.

Das Thema dürfte auch bei den Friedensverhandlungen in Genf auf den Tisch kommen. Der Uno-Vertreter Russlands in Genf Alexej Borodawkin, nahm daher zu den Berichten inzwischen Stellung: „Russland liefert schon jetzt in großem Umfang humanitäre und militärisch-technische Hilfe nach Syrien. Aber wenn es um den Wiederaufbau Syriens geht, und darüber müssen wir jetzt schon reden, dann erfordert das gewaltige Summen“, sagte er. Die EU könne hierbei große Unterstützung leisten, fügte er hinzu. Ob sich Russland an den Reparationen beteiligen will, ließ er aber weiter offen.

Kommentare zu " Wiederaufbau von Syrien: Russlands seltsames Angebot an die EU"

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  • Sollte die EU wirklich zahlen, so ist das ein Konjunkturprogramm für die europäische Wirtschaft und eine Investition in eine wirtschaftliche Zusammenarbeit mit dieser wichtigen Region.

    Solche Zusammenhänge scheinen Herrn Putin eher fremd zu sein. Er hat ja auch außer Öl und Gas (braucht da unten keiner) sowie großer Mengen von Bomben nichts zu bieten.

    Nur der Zeitpunkt für diese Schritte könnte sich etwas verschieben. Die nächsten 30 Jahre dürften erst mal dem Krieg zwischen Saudi Arabien (unterstützt von den USA) und dem Iran und Syrien (unterstützt von Putins SU 2.0) gehören. Solange können wir uns ja mit Waffenexporten über Wasser halten.

  • >> Russland sieht sich als wichtigsten Partner Syriens. Doch wenn es um die Instandsetzung der zerstörten Infrastruktur in dem Land geht, darf der sonst geschmähte Westen gerne aushelfen >>

    Verehrter Herr Andre ( klingt nach einem Ossi ), wenn sie solche Berichte verfassen, so geben Sie sich doch auch bitte die Mühe, mit weniger FAKE-NEWS zu agieren.

    Bekanntlich dauert der Syrien-Krieg bereits das 7 Jahr, und nur seit einem Jahr engagieren sich die Russen auf Bitte der offiziellen Regierung Syriens militärisch in Syrien.

    Wer hat denn davor 6 Jahre lang Syrien bombardiert, destabilisiert, in Schutt und Asche gebombt.....? War da der Westen nicht dabei ?

    Armselige SCHREIBERLINGE !

  • DEUTSCHLAND BRAUCHT WIEDER EINEN KÖNIG!

    Wie unsere Politiker unser Geld zum Fenster rauswerfen und sich selbst versorgen, so teuer kann kein König sein! Wobei ein König immer noch nach dem Vorteil für sein Land schaut, was bei unseren Politiker nicht der Fall ist!

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