Wikileaks-Gründer
Assange geht gegen Haftbefehl in Berufung

Die Anwälte von Julian Assange haben Berufung gegen den Haftbefehl ihres Mandanten eingelegt. So wollen sie die Auslieferung des Wikileaks-Gründer an Schweden verhindern. Ihr Argument: Die Justiz hat getrödelt.
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Stockholm Die Rechtsanwälte von Julian Assange haben einen weiteren Schritt unternommen, um die Auslieferung des Wikileaks-Gründer an Schweden zu verhindern. Sie wollen erreichen, dass der schwedische Haftbefehl gegen Assange aus dem Jahr 2010 aufgehoben wird, den ein Stockholmer Gericht erst im Juli bestätigt hatte. Gegen die Entscheidung legten die Anwälte nun Berufung ein.

Die Schweden wollen Assange zu Vergewaltigungsvorwürfen befragen. Weil er sich weigerte, zu Verhören von Großbritannien nach Schweden zu reisen, erließen sie 2010 Haftbefehl. Dieser solle fallengelassen werden, weil die Staatsanwälte den Fall nicht schnell genug bearbeitet hätten, argumentieren die Anwälte.

Assange bestreitet die Vorwürfe, sich an zwei Frauen vergangen zu haben. Aus Angst vor einer Auslieferung hält er sich seit zwei Jahren in der ecuadorianischen Botschaft in London auf.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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