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Wikileaks-Gründer: Der Ton im Fall Assange wird schärfer

Der Fall Assange ist längst ein Politikum. Während der Ton zwischen Ecuador und Großbritannien immer schärfer wird, bereitet sich australische Diplomaten auf eine mögliche Auslieferung des Wikileaks-Gründers in die USA vor.

Journalisten und Polizisten belagern die Botschaft von Ecuador in London. Quelle: AFP
Journalisten und Polizisten belagern die Botschaft von Ecuador in London. Quelle: AFP

Quito/Canberra/LondonDie australische Botschaft in Washington bereitet sich auf die mögliche Auslieferung des Wikileaks-Mitbegründers Julian Assange in die USA vor. So könne die diplomatische Vertretung die Regierung in Canberra beraten, sollte sie den Eindruck haben, dass eine Auslieferung unmittelbar bevorstehe, sagte Handelsminister Craig Emerson am Samstag dem Fernsehsender ABC. Allerdings gebe es derzeit keine Hinweise darauf, betonte Emerson. Es handele sich um eine reine Vorsichtsmaßnahme.

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Laut australischen Medienberichten glauben australische Diplomaten in den USA, dass Washington Assange wegen Spionage und Verschwörung zur Verantwortung ziehen könnte. Ecuador hatte dem Australier Assange, der am 19. Juni wegen einer drohenden Auslieferung nach Schweden in die ecuadorianische Botschaft in London geflohen war, am Donnerstag diplomatisches Asyl gewährt. Allerdings will Großbritannien ihn unter keinen Umständen ausreisen lassen. In Schweden soll der 41-Jährige zu mutmaßlichen Sexualdelikten befragt werden.

Assange

Wikileaks hat durch die Veröffentlichung hunderttausender vertraulicher US-Diplomatendepeschen und brisanter Dokumente zu den Kriegen im Irak und Afghanistan den Zorn Washingtons auf sich gezogen. Der US-Soldat Bradley Manning, der die Depeschen an Wikileaks weitergegeben haben soll, muss sich derzeit vor einem US-Militärgericht verantworten. Die USA dementieren jedoch, dass Assange ebenfalls gesucht werde. Auch Schweden und Großbritannien haben eigenen Angaben nach kein Auslieferungsgesuch erhalten.

  • 18.08.2012, 23:04 UhrSklave

    Wie groß ist die Kritik am Urteil gegen die Mitglieder von Pussy Riot. Hat Herr Assange nicht mit der Todesstrafe zu rechnen, wenn er tatsächlich an die USA ausgeliefert werden sollte? Russland, England und die USA haben offensichtlich alle Nachholbedarf in Sachen Menschenrechte und Meinungsfreiheit. Ein einseitiger Aufschrei in Richtung Moskau weckt den Verdacht, dass die Rufer auf einem moralischen Auge blind sind. Möchte hier keinesfalls Herrn Putins Regime rechtfertigen, das Urteil für eine unüberlegte Aktion junger Mädchen ist nicht in Ordnung und verursacht diesem Land einen großen Vertrauens- und letztendlich auch wirtschaftlichen Schaden an.

  • 18.08.2012, 18:44 Uhrchampus

    Ein Sprichwort sagt: "Mit Speck fängt man Mäuse". Im Falle von Assange kann man den Spruch abwandeln: "Mit Sex fängt man unliebsame Politiker oder Internet-Idole".

    Ein Video vom 08.12.2010 gibt interessante Hintergrundinformationen.

    Vergewaltigung oder Komplott?: Die Vorwürfe gegen den WikiLeaks-Chef sind absurd. Die beiden "Opfer" haben ihre Anklagen längst zurück gezogen. Nur eine graue Maus, eine profilgeile Staatsanwältin gibt nicht auf, ggf. auf Anweisung unserer transatlantischen Freunde?!
    Eine solche Politposse richtet in der öffentlichen Meinung für die USA und GB mehr Schaden als Nutzen an.

    http://www.spiegel.de/video/vergewaltigung-oder-komplott-die-vorwuerfe-gegen-den-wikileaks-chef-video-1097671.html

  • 18.08.2012, 16:51 UhrThom

    Danke dafür, dass es offenbar noch Menschen gibt, die selbständig denken und nicht gleich von Imperialismus usw brüllen müssen. Fakt ist, die USA haben nie einen Auslieferungsantrag gestellt, auch in den Jahren, in denen Assange beim wichtigsten Verbündeten hausierte, nicht. Es wäre wohl einfacher, ihn von denen zu bekommen, als von Schweden.

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